diy plus

„Wir passen gut zusammen“

Nach der Übernahme von Gloria will Brill beide Marken stärken und erhalten

diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Direkt weiterlesen
Dass die Gartensparte von Gloria in diesem Jahr verkauft wurde, war nicht wirklich eine Überraschung. Im vergangenen Jahr hatte erst der britische Feuerschutzspezialist Kidde das deutsche Traditionsunternehmen geschluckt und erklärt, den Bereich Garten nicht zur Kernkompetenz zu zählen. Bereits zum Jahresende gab es dann weitere, später erfolgreich abgeschlossene Übernahmegespräche mit United Technologies Corporation (UTC), einem Mischkonzern mit 37 Mrd. US-$ Jahresumsatz.
Im Juni dann also die Nachricht, dass Brill, Witten, die Gloria Haus- und Gartengeräte rückwirkend zum 1. Januar 2005 erworben hat. In dem Unternehmen, das dem Gardena-Mitbegründer Werner Kress gehört, hatte es schon zuvor Überlegungen gegeben, das Rasensortiment um weitere Produkte aus dem Gartenbereich zu ergänzen, wie Andre Kirchesch, Leiter Marketing und Vertrieb, bestätigt.
Die Gelegenheit, die sich mit Gloria bot, war günstig: „Die Firmenkulturen passen gut zusammen“, sagt Kirchesch. „Beide sind mittelständische, inhabergeführte Unternehmen mit ähnlichen Strukturen.“ Das bestätigt auch Gloria-Geschäftsführer Wolfgang Stille. Die Umsätze sind ungefähr gleich groß, man befinde sich „sehr auf Augenhöhe“ miteinander.
„Beide Marken bleiben langfristig erhalten“: Brill-Vertriebsleiter Andre Kirchesch (r.) und Wolfgang Stille, Geschäftsführer von Gloria.
Vorerst bleiben beide Firmen eigenständig bestehen. Zum Ende des nächsten Geschäftsjahres, also zum 1. Oktober 2006, sollen sie dann in ein Unternehmen verschmolzen werden. Bis dahin werden die Strukturen angeglichen, um die berühmten Synergieeffekte abzuschöpfen. Den Anfang macht die EDV mit dem neuen ERP-System von Brill, auf das Gloria umgestellt wird. Die Verwaltungsfunktionen werden bis zum Jahresende auf die beiden Standorte von Brill verteilt: Marketing und Vertrieb in Neu-Ulm, wo man seit Anfang 2004 ist, die übrigen Abteilungen in Witten.
Die Produktion für Brill-Produkte erfolgt maßgeblich in Witten. Hier werden der Brillencio, Spindelmäher, Häcksler, Vertikutierer und die Akkulinie hergestellt. Ein weiterer Standort, der in einem Joint Venture betrieben wird, befindet sich in Rumänien – „aber die Qualitätssicherung erfolgt durch unsere Leute vor Ort“, betont Kirchesch. Die Produktion der Stahlsprühgeräte bleibt am Gloria-Standort in Wadersloh. Die Kunststoffartikel werden hauptsächlich in Portugal und Polen gefertigt.
Auch nach der endgültigen Zusammenlegung der Unternehmen sollen die beiden Marken langfristig bestehen bleiben. Dabei…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch