diy plus

„Bessere Alternative zu Hornbach“

Praktiker geht nach monatelangem Rätseln an die Börse, wenigstens zum Teil und auch verspätet. Dabei setzt man vor allem auf das Ausland

diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Direkt weiterlesen
Die Gerüchte haben endlich ein Ende: Praktiker geht – zumindest in Teilen – an die Börse. Am Montag, den 7. November 2005, begann die Zeichnungsfrist für die Praktiker-Aktien, nachdem sich in den Wochen zuvor das Engagement eines Kapitalanlegers zerschlagen hatte. Die Zeichnungsfrist dauerte voraussichtlich bis zum 21. November. Läuft alles normal, soll ab dem 22. November die Aktie dann im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. Die Preisspanne sollte 16 bis 19 € betragen, wurde dann aber auf 14 bis 15 € gesenkt.
Der Praktiker-Vorstand während der IPO-Pressekonferenz.
Insgesamt werden bis zu 34,5 Mio. (von insgesamt 58,0 Mio. ausstehenden Aktien nach Kapitalerhöhung) nennwertlose Inhaberaktien angeboten. In Deutschland richtet sich das Angebot an institutionelle und private Anleger, im Ausland – unter anderem in den USA – nur an institutionelle Investoren. Der Anteil institutioneller Anleger wird nach dem Praktiker-Börsengang auf 70 bis 80 Prozent geschätzt. Auf Basis eines rechnerischen Mittelwertes der Preisspanne wird das Emissionsvolumen rund 604 Mio. € betragen. Davon wird die Metro als derzeit alleinige Aktionärin Bruttoerlöse von bis zu 463,8 Mio. € erzielen. Für Praktiker ergibt sich den Angaben zufolge aus der Kapitalerhöhung ein Mittelzufluss von rund 140 Mio. €. Die Metro bleibt auch nach dem Börsengang mit einem Anteil von mindestens 40,5 Prozent größte Aktionärin. Sie darf die ihr verbleibenden Aktien innerhalb von sechs Monaten nicht verkaufen.
Baumarktbegrüßung potenzieller Anleger: Auf extra verlegtem Laminat zur Pressekonferenz.
Die Nachfrage nach den Praktiker-Aktien verlief relativ schleppend. Mit dem ursprünglichen Preis galt sie als überwertet. Wegen der Qualität der Auslandsstandorte, der Marktgröße in Deutschland und wegen der Wachstumsraten sei, so einer der Bankenvertreter, die die Aktien an der Börse platzieren, die Praktiker-Aktie „die bessere Alternative zur Hornbach-Aktie“, den einzigen ebenfalls börsennotierten Wert eines Baumarktbetreibers in Deutschland.
Mit dem Erlös des Börsengangs will Praktiker vor allem das „Wachstum in Osteuropa beschleunigen“, sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Werner auf der Pressekonferenz im Rahmen des IPO in Frankfurt am Main. Er kündigte außerdem ein neues Discount-orientiertes „Easy-to-Shop-Konzept“ für einen SB-Baumarkt an. „Wir helfen dem Kunden, einfach und schnell Kaufentscheidungen zu treffen“, beschrieb er das Konzept. „Der Kunde wird nicht mehr zwischen einer großen…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch