diy plus

Ende der Tristesse

Nach der anhaltenden Flaute auf dem Fenstermarkt scheint das Schlimmste überstanden. Für die kommenden Jahre sieht das Marktforschungsinstitut Inter-Connection sogar wieder gute Profitmöglichkeiten

diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Direkt weiterlesen
Mit einem mengenmäßigen Rückgang des Fenstermarktes um 6,6 Prozent bzw. einem wertmäßigen Marktwachstum von 2,2 Prozent sieht das Marktforschungsunternehmen Inter-Connection den absoluten Tiefpunkt erreicht. 2006, urteilt das Wiener Institut, komme es zum ersten Mal seit einigen Jahren wieder zu einem ganz leichten Plus von 0,2 Prozent bei der Menge. Rein objektiv gesehen sei zwar damit noch nicht das große Geschäft zu machen. Aber im Hinblick auf die stattgefundene Trendwende und den damit einhergehenden überaus „gesunden“ mengenmäßigen prognostizierten Wachstumsraten von 1,2 Prozent im Jahr 2007 bzw. sogar 5,5 Prozent 2008 werde der deutsche Fenstermarkt nicht mehr nur vom Kampf um das reine Überleben geprägt sein, sondern verspreche auch wieder satte Gewinne.
Der langen Durststrecke der letzten Jahre gewinnt Inter-Connection sogar etwas Positives ab. Nur Unternehmen, die flexibel genug gewesen seien und über den notwendigen finanziellen Rückhalt verfügten, hätten sich auch am Markt durchsetzen können. Der Markt wurde sozusagen „gesund geschrumpft“. Die Leidtragenden waren vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen von denen viele in Konkurs gingen oder von größeren Fensterherstellern aufgekauft wurden.
Als die treibende Kraft für die positive Entwicklung in den kommenden Jahren sieht Marktanalyst Alexander Schurian die langsam wieder an Fahrt gewinnende deutsche Wirtschaft, von der speziell die Bauwirtschaft profitiere, sowie das sich ändernde Renovierungsverhalten in Deutschland.
Von 2005 bis 2008 werde der Renovierungsmarkt um fast neun Prozent wachsen, während der Neubau im selben Zeitraum lediglich um vier Prozent zunehme. Als Gründe für diese Entwicklung nennt Schurian insbesondere die gestiegenen Energiepreise. Daraus ergäben sich Impulse in Richtung Erneuerung alter Fensterbestände. Der hohe Bestand an Altbauten in Deutschland mit schlecht isolierenden alten Fenstern berge ein riesiges, noch unausgeschöpftes Potenzial für die Fensterindustrie. Denn derzeit seien rund drei Viertel aller Fenster Deutschlands in Gebäuden, die älter als 25 Jahre seien.
Zudem, so Schurian weiter,  könnten künftig 20 Prozent der Handwerkerrechnungen für Privathaushalte bis zu einer Höhe von 3.000 € steuerlich geltend gemacht werden.
Die durch den Wegfall der Eigenheimzulage erwartete Nachfragedämpfung im Neubau wirke sich dagegen weniger stark auf den Fenstermarkt aus als befürchtet. Zwar werde der Rückgang deutlich spürbar sein, er werde jedoch durch andere…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch