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Modifizierter Fachhandel für den Handwerker

In Berlin eröffnete Saint-Gobain Anfang Mai seinen ersten Fachmarkt nach dem Plattform-Konzept, ein Vertriebssystem, das sich bewusst zwischen Fach- und Einzelhandel positioniert

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Es gibt sie noch, die echten Premieren. So auch hier, an dieser Stelle. Denn über den französischen Baustoff- und Baufachhandelsriesen Saint-Gobain wurde in einer diy-Titelgeschichte bisher noch nichts geschrieben. Spätestens seit der Übernahme von Raab Karcher im Jahr 2000 ist jedoch das bereits seit 1853 in Deutschland als Hersteller tätige Unternehmen auch im Baufachhandel eine feste Adresse. Und was für eine dazu! Allein die Zahlen sprechen Bände: Über 200 konsolidierte Firmen gehören zu Saint-Gobain, man beschäftigt 200.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Gruppenumsatz von ca. 35 Mrd. €. Der Baufachhandel repräsentiert dabei inzwischen mehr als 40 Prozent des Gesamtumsatzes. Saint-Gobain ist augenblicklich in 50 Ländern vertreten.
Und auch die Zahlen für Deutschland sind bereits beachtlich: So beschäftigt Saint-Gobain bei uns bereits 18.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Landesumsatz von ca. 4,7 Mrd. €, davon im Baufachhandel allein rund 1,7 Mrd. €. Seit dem 2. Mai 2006 ist das Unternehmen jetzt auch in Deutschland – und gleich in der Bundeshauptstadt – mit einem Konzept vertreten, mit dem man bisher bereits in sechs Ländern (Frankreich, Spanien, Großbritannien, Polen, Ungarn und Brasilien) Erfolg hatte. Was anderswo „La Plataforma“, „La Plateforme“, „Platform“, „Platforma“ oder „Telhanorte“ heißt, soll bei uns jetzt unter dem Vertriebsnamen „Plattform“ expandieren. Und das dies gelingen wird, davon ist Christian Meyer-Hentschel, Operating Manager von Plattform in Zentral- und Osteuropa, auch überzeugt.
Deutschland ist wie gesagt das siebte Land, in dem Saint-Gobain mit dem für uns neuartigen Cash- und Carry-Konzept für Handwerker vertreten ist. Bisher betreibt man weltweit 63 Standorte nach dem Plattform-Prinzip. Was 1998 mit dem ersten Markt in Nanterre bei Paris begonnen hat, soll bis 2009 zu über 140 Niederlassungen in dann zwölf Ländern ausgebaut werden. In Vorbereitung sind – noch für dieses Jahr – Italien mit zwei Eröffnungen in Mailand sowie die Tschechische Republik, wo nächstes Jahr in Prag der erste Standort eröffnet werden soll. In Deutschland soll Anfang 2007 der zweite Plattform-Markt im nordwestlichen Teil Berlins folgen.
Der Plattform-Premierenmarkt im Berliner Stadtteil Rudow (Kanalstraße) wurde innerhalb von fünf Monaten auf der Fläche des bisherigen Klüwe-SB-Markts umgebaut. Die Investitionssumme betrug rund eine Mio. €. So entstand ein interessanter Fachmarkt mit einer Innenverkaufsfläche von 3.500 m² und einer zusätzlichen…
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