diy plus

Der Letzte seiner Art?

Hela eröffnete Mitte September seinen jüngsten Mega-Fachmarkt im luxemburgischen Junglinster. Die Eröffnung verlief relativ melancholisch – aus guten Gründen.
diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Direkt weiterlesen
Download: Der Letzte seiner Art? (PDF-Datei) Eine richtige Feierstimmung wollte einfach nicht so recht aufkommen, als am Vorabend der Publikumsöffnung am 13. September rund 150 geladene Gäste zu feierlichen Eröffnung des jüngsten Hela-Standortes ins luxemburgische Junglinster kamen. Denn den meisten Anwesenden – und namentlich natürlich den zahlreichen anwesenden Hela/ Distributa-Mitarbeitern – war klar, dass diese Eröffnung die letzte ihrer Art sein könnte. Denn nach der im 4. Quartal erwarteten Zustimmung des Bundeskartellamtes zur Übernahme der 31 Hela-Standorte durch den Wettbewerber Globus ist eine Umstellung auf den Baumarkttyp von Globus nicht unwahrscheinlich. Eine Zwei-Marken-Strategie mit 31 Hela-Märkten und den deutschen rund 50 Globus-Standorten wird kaum realisierbar sein. Immerhin: Zur Eröffnung waren gleich zwei luxemburgische Minister erschienen. Eine doch etwas ungewöhnliche Ministerdichte bei einer Baumarkteinweihung. Dies zeigt jedoch, welche Bedeutung diese Eröffnung von luxemburgischer Seite zugemessen wird. Auch anwesend war eine Abordnung des baldigen neuen Eigentümers Globus um Baumarktgeschäftsführer Erich Huwer. „Wir haben viel Arbeit vor uns“, war das einzige Statement, zu dem er sich hinreißen ließ. Meinte er jetzt den neuen Markt im Speziellen, die Fusion im Allgemeinen oder die notwendigen Umstellungsarbeiten von Hela- auf Globus-Standard? Denn hier treffen ja nicht nur zwei unterschiedliche Baumarkt-Systeme aufeinander, es geht auch um verschiedene Unternehmenskulturen, um eine dezentrale vs. zentrale Führungskultur etwa. Die Bauzeit der zweiten Hela-Filiale in Luxemburg im Centre Commercial „Laangwiss 1“ in Junglinster betrug nur acht Monate. „Junglinster“? Das wird dem ein oder anderen noch etwas sagen. Wer früher in Deutschland auf Langwelle Radio Luxemburg hörte, der tat dies über die Senderanlage Junglinster. Der Ort selber, beinahe 6.000 Seelen stark, besteht aus zwölf (!) Gemeinden. Das Einzugsgebiet des Marktes reicht von Luxemburg bis Echternach und von Grevenmacher bis Ettelbrück. Rund 15 Mio. € wurden in den Bau und die Einrichtung des neuen, rund 10.000 m² großen Marktes gesteckt. Die Verkaufsfläche des Gartencenters (Hela Jardin) beträgt um die 3.000 m². 85 Mitarbeiter werden im neuen Markt beschäftigt sein. Sie stammen zum Teil vom ehemaligen Clement-Baumarkt in Junglinster und wurden um neue Fach- und Servicekräfte ergänzt. Diese wurden im Profi-Zentrum in Bettembourg, das im Jahr 1999 als erster Hela-Standort…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch