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Deutsch-dänischer Grenzverkehr

In Harrislee, wenige 100 Meter von der deutsch-dänischen Grenze entfernt, entstand ein Baumarkt, der voll auf dänische Kunden ausgerichtet ist.
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Einen grenzüberschreitenden Baumarkt zu konzipieren ist auch zu Zeiten einer "Europäischen Union" nicht so einfach, wie es auf dem ersten Blick scheinen mag. Denn zu verschieden sind die Menschen und deren Bedürfnisse wie auch die technischen Produktanforderungen in den einzelnen Ländern. Wer dennoch Kundengruppen unterschiedlicher Nationalität erreichen will, muss sich entsprechend individuell darauf einstellen. Ein nationales Baumarktkonzept, das im Bayerischen Wald ebenso erfolgreich sein soll wie in Rhein-Main oder Magdeburg, kann da nur scheitern. Boy Meesenburg, Vorstandsvorsitzender der Jacob Sönnichsen AG, zu der auch die Jacob Cement Baustoffe gehört, hat sich da voll und ganz auf die Spezialisten in seiner Kooperationszentrale Eurobaustoff verlassen, die seit vielen Jahren Einzelhandelsflächen in Bauzentren mit regionaler Ausrichtung individuell einrichten. Eigentlich wollte Jacob Cement Baustoffe mit dem Otto Duborg Scandinaviencenter in Harrislee gemeinsame Marketingaktionen "fahren". Doch bei den Gesprächen kam schon bald heraus, dass hier für beide Seiten mehr möglich war. Der Name Otto Duborg steht dabei gerade für die Dänen jenseits der Grenze für eine preisgünstige Einkaufsstätte. Der Parkplatz des Scandinaviencenters wird fast ausschließlich von dänischen Pkw angefahren. Dafür sorgen auch die Werbemaßnahmen von Otto Duborg. Das Center verteilt jährlich weit über zehn Mio. Werbebeilagen. Und immer geht es darum, Waren mit großen Preisunterschieden in den beiden Ländern entsprechend günstig anzubieten. Nun haben sich der Grenz- und Baustoffhandel zusammengeschlossen und im deutsch-dänischen Grenzraum den ersten zweisprachigen Baumarkt/Byggecenter errichtet. Mit einer Investition von rund sechs Mio. € entstand auf dem 15.000 m² großen Grundstück nicht nur der knapp 3.000 m² große Baumarkt ("Mehr lässt hier die Stadt Flensburg als zuständiges Oberzentrum nicht zu", so Meesenburg in seiner Eröffnungsrede), sondern auch noch ein Baustoff Drive-In mit 1.000 m² Baustofflager und 3.000 m² Freifläche. Hinzu kommt eine Parkfläche mit 150 Stellplätzen für die dänische und deutsche Kundschaft. Die Highlights im Baumarkt selbst: l Man spricht dänisch. Auch wenn es nicht geklappt hat, vermehrt dänisches Personal einzustellen - nur einer der heute 23 Mitarbeiter kommt aus dem Nachbarland - sprechen doch alle die dänische Sprache. Ein Sprachkurs war Pflicht. Und um der nordischen Mentalität gerecht zu…
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