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Alternative Heizenergie ist (noch) nicht das große Thema unter Gartencenterbetreibern. Dabei sind beispielsweise Pelletheizun-gen nicht nur etwas für die Einfamilienhäuser grüninfizierter Mittelschichtsfamilien, sondern längst auch in großen Wohngebäuden, Schulen, Bürokomplexen oder Fabrikanlagen im Einsatz. Bei Gartencentern sind sie trotz der im Vergleich zu herkömmlichen Energieträgern meist günstigen Betriebskosten noch die große Ausnahme. Das hängt mit der Gesamtkalkulation zusammen. „Die Gesamtenergiekosten eines Gartencenters betragen weniger als zwei Prozent vom Umsatz“, erklärt Karl-Georg Bärlin, Geschäftsführer des Gewächshausbauers Rabensteiner. Dagegen haben Gartencenter mit starken Schwankungen im Heizbedarf (im Schnitt geht man von 150 bis 250 Watt/m² für die gesamte zu beheizende Fläche aus) zu kämpfen: Je nach Wetter beispielsweise im Frühjahr kann die Heizleistung an ein und demselben Tag zwischen Null und Spitzenbelastungen schwanken. In produzierenden Betrieben kann die Lösung so aussehen, dass regenerative Energien dafür eingesetzt werden, die Grundlast abzudecken und andere Energieträger die Volllast sicherstellen. „Aber man muss sich“, sagt Bärlin, „die jeweiligen Gegebenheiten sehr genau ansehen und differenzieren.“ Das hat man beim Gartencenter Lenders in Mönchengladbach-Schelsen getan und eine individuelle Lösung realisiert. Als wohl einziges Gartencenter Deutschlands in dieser Größenordnung hat der Betrieb auf die neue Energieform umgestellt. Als die Geschäftsleitung an die ersten Planungen dafür ging, die beiden 20 Jahre alten Ölheizkessel zu ersetzen, war ihr zunächst Gas empfohlen worden. Aber dann wollte sie es doch genauer wissen und bot dem Berufskolleg im benachbarten Rheydt-Mülfort an, eine Projektarbeit in eigener Sache zu begleiten. Ziel der von drei angehenden Heizungstechnikern übernommenen Arbeit: Analyse aller möglichen Varianten wie Gas, Öl, Erdwärme, Solar und Pellets und daraus resultierend eine konkrete Entscheidungshilfe – keine leichte Aufgabe bei einem gewachsenen Betrieb mit energetisch unterschiedlich einzuordnenden Flächen. Das erste Gebäude wurde 1974 errichtet, der Ausbau zum Gartencenter in seiner heutigen Größe erfolgte 1990. Und dabei wird es wohl nicht bleiben. Bei der Entscheidung über die neue Heizung spielte auch eine Rolle, dass das Unternehmen mittelfristig eine Erweiterung der beheizbaren Fläche von derzeit 2.400 m² um 2.000 bis 3.000 m² plant. „Wir haben keine Vorgaben gemacht“, erinnert sich…
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