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Ideen verändern die Warenwelt

In der Krise sparen Unternehmen auch bei Forschung und Entwicklung: Doch das ist der falsche Weg. Denn gerade neue und noch entwicklungsfähige Technologien sind es, die positive Impulse für den Markt setzen.
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Neuheiten, egal ob echte Innovationen oder verbesserte und weiterentwickelte Produkte, sind der Treibstoff jeder Branche. Das steigert die Aufmerksamkeit der Endverbraucher am PoS, fördert den Abverkauf -- und letztlich ist es auch das, was der Heimwerker sucht: effizienteres und schnelleres Arbeiten sowie Anregungen und Tipps beim Gestalten der eigenen vier Wände und dem Ausleben seines Hobbys. In schwierigen Zeiten neigen jedoch Unternehmen dazu, am falschen Ende zu sparen und die Investitionen in Forschung und Entwicklung zu reduzieren. Das zeigt sich an den rückläufigen Patentanmeldungen. So erwartet das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) in diesem Jahr einen Rückgang von Patentanmeldungen um rund sieben Prozent. Dennoch bewegen sich diese weiter auf relativ hohem Niveau, was zeigt, dass viele Unternehmen die Krise auch als Chance begreifen. Gut 60.000 Patente wurden 2008 beim Patent- und Markenamt in München angemeldet, ganz überwiegend aus Deutschland, aber auch aus den USA, Japan oder der Schweiz. In Deutschland sitzen die meisten Forscher und Tüftler in Baden-Württemberg, gefolgt von Bayern und Nordrheinwestfalen. Die Art und Weise, wie Innovationen kreiert werden, ist gerade in der DIY- Branche sehr unterschiedlich. Ganz überwiegend entstehen sie in den Labors der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen systematisch forschender Großunternehmen wie Bosch oder Henkel oder den zahlreichen mittelständischen Unternehmen. Aber ja, es gibt auch sie noch, die einsamen Garagentüftler mit zündenden Ideen. Nur sehr kurzfristiger Erfolg sind allerdings sogenannten Pseudoinnovationen beschieden. Denn bis zu achtzig Prozent dieser Produkte verschwinden laut McKinsey nach kurzer Zeit wieder vom Markt. Einige der Technologien, die für viel Bewegung in den Regalen sorgen, werden in diesem Heft vorgestellt, darunter LED und OLED, die Lithium-Ionentechnik, RFID, neue Materialien oder auch der Digitaldruck. Was auffällt bei der Lektüre ist, dass einige diese vermeintlich hochmodernen Technologien bereits seit Jahrzehnten existieren, aber erst durch eine breitere Anwendung in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerieten. Eine davon ist die Nanotechnologie, die allerdings nicht ganz unumstritten ist. Nanotechnologie Nanotechnologie (nános: altgriechisch für Zwerg) gilt als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhundert. So versprechen sich ihre Apologeten davon nicht nur materiellen Reichtum für die ganze Menschheit und die Besiedelung des Weltraums, sondern…
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