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Kein Halbzeug mehr

Selit hat durch Zukauf eines Unternehmens die Fertigungstiefe deutlich erhöht. Die Vorteile: höhere Wirtschaftlichkeit, Wissensvorsprung und noch bessere Qualitätskontrolle.
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Ausnahmsweise fällt mal nicht das Wort von den Synergien. Davon gebe es bei der jüngsten Übernahme der Firma Oloflex durch Selit keine, erklärte Geschäftsführer Marco Seitner. Dass der Kauf des Unternehmens im baden-württembergischen Blumberg dennoch Sinn macht, versteht sich von selbst. Wirtschaftliche Gründe sprechen ebenso dafür wie eine erhöhte Innovationsfähigkeit und die komplette Kontrolle über Produktion, Know-how und Qualität. Mit der Übernahme, die zum 1. Januar dieses Jahres erfolgte, ist nun Selit, das Unternehmen versteht sich als europaweit führender Hersteller von Trittschalldämmbelägen für Parkett- und Laminatboden, auch in der Lage, expandierte Polystyrolschäume (EPS), die bisher als Halbfertigware zugekauft wurden, unter eigener Regie herzustellen. Aus diesem Material werden die Trittschallbeläge in Faltplattenformat hergestellt, die „Selitflex-Serie“, die sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt hat. „Durch diesen Schritt haben wir unserer Fertigungstiefe nun maximiert. Denn wir steuern nun für alle Produkte alle Produktionsschritte vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt“, unterstreicht Seitner. Das galt bisher bereits für die Produkte der „Selitac-Serie“, die aus XPS-Schaum hergestellt wird. „Auf dieser Grundlage“, so Seitner weiter, „wollen wir in Zukunft unserer Marktführerschaft noch weiter ausbauen.“ Dazu zählt auch eine deutliche Vergrößerung des Unternehmens in Blumberg, dessen zehn Mitarbeiter komplett übernommen wurden. Insgesamt können nun auf vier Extrusionslinien, sieben Nachschaumanlagen sowie auf zwei EPS-Linien bis zu 45 Mio. m² Unterlagen pro Jahr hergestellt werden. Der Eigenfertigungsanteil wuchs mit der Übernahme auf weit über 80 Prozent. Insgesamt waren die letzten Jahre bei Selit geprägt von hohen Investitionen in allen Unternehmensbereichen. Dies betraf neben der erwähnten Übernahme und die Infrastruktur am Stammsitz im pfälzischen Erbes-Büdesheim auch die Produktion. So wurde Anfang 2009 auch eine hochmoderne, rund eine Mio. € teure Recyclinganlage eingerichtet. „Mit dieser Anlage können nun alle firmeninternen Schaumabfälle zu 100 Prozent rückgeführt und effizient genutzt werden“, erklärt Geschäftsführer Seitner. Außer, dass die Umwelt geschont wird, überzeugt diese Anlage auch durch ihre Wirtschaftlichkeit. Derzeit liegt der Anteil an Recyclingmaterial bei der Verarbeitung bei etwa zehn Prozent. Theoretisch ließe sich dieser bis auf 25 Prozent steigern, ohne…
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