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Etiketten, Preise, Wechselkröten

In München eröffnete Praktiker den ersten Markt mit zentral steuerbarem Preisauszeichnungssystem.
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Die Wechselkröte, auch Grüne Kröte genannt, ist nicht gerade ein Tierchen, das Böses im Schilde führt, auch wenn es für menschliches Empfinden nicht unbedingt possierlich zu nennen ist. Aber nicht nur ein Nachbar, sondern auch die vom Aussterben bedrohte Tierart hat es Praktiker mit seinem neuen Standort in München ganz schön schwer gemacht. Als auf dem Baugelände im Stadtteil Trudering einige der seltenen Tiere gesichtet wurden, bedeutete das erst mal eine Denkpause. Inzwischen fanden die Kröten auf großzügigen 44.000 m² Fläche in der Nähe ihrer bisherigen Bleibe eine artgerechte Ersatzheimat und der Markt konnte Mitte November eröffnet werden - nach inzwischen fast zehn Jahren Planungs- und Bauzeit. Dafür hat er jetzt den Status eines Pioniers. Denn der Standort ist als erster deutscher Baumarkt überhaupt mit einem elektronischen Preisauszeichnungssystem, kurz ESL (Electronic Shelf Labeling), ausgestattet worden. "Dieses ermöglicht es", so Praktiker-Regionalleiter Dietmar Richter, "Werbeaktionen zeitnah und punktgenau umzusetzen und im regionalen Wettbewerb noch mehr Preisflexibilität zu gewinnen." Zudem, so Richter weiter, entfallen teilweise extrem aufwändige Umpreisaktionen. Weitere Vorteile finden sich bei Warenkontrolle und Logistik. Denn es lassen sich auch produktbezogene Informationen über Lagerbestände, offene Bestellungen oder den Durchschnittsumsatz der zurückliegenden drei Monate abfragen. Möglich macht dies alles ein System, das die direkte Kommunikation zwischen Etikett und Server erlaubt. Dadurch lassen sich nicht nur Daten direkt aus der Zentrale über die Kasse im Markt an den PoS übertragen, sondern auch abfragen. Insgesamt wurden für die nahezu komplette Umrüstung rund 45.000 LCD-Preisschilder in drei Größen verwendet. Nur in einzelnen Produktgruppen, bei Pflanzen beispielsweise, oder dort, wo große, weit sichtbare Preisschilder benötigt werden, wird noch auf gedruckte Preisschilder oder -tafeln zurückgegriffen. Die LCD-Preisschilder sind mit einer Batterie ausgerüstet und funktionieren, je nach Größe, zwischen fünf und zehn Jahre lang. Die Verlustquote durch Beschädigung, Diebstahl oder sonstige Gründe liegt nach Angaben des Ausrüsters, der schwedische Firma Pricer, bei weniger als einem Prozent pro Jahr. Bewährt hat sich das System, für das in München eine kleine sechsstellige Summe investiert wurde, bisher bereits im Lebensmitteleinzelhandel. Zudem wurde es von Praktiker im ungarischen Vecsés getestet. "Aufgrund der positiven…
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