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Energetische Schlankheitskur

Hettich hat am Standort Kirchlengern eine neue Fertigungshalle eingeweiht. Dabei war dem Bauherren vor allem eines wichtig: eine möglichst hohe Energieeffizienz zu erzielen.
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Die Zahlen sind gigantisch: Wenn ein Unternehmen 2010 eine Halle mit 10.000 m² Fläche entlang der Energieeinsparverordnung gebaut hat, ein anderes dagegen nach modernsten Energieeffizienzmaßstäben, dann spart letzteres rund 190.000 € Energiekosten pro Jahr. Über einen Zeitraum von 40 Jahren, das entspricht etwa der Nutzungsdauer einer Halle, ergibt dies rund 7,6 Mio. €. Bei konstanten Energiepreisen wohlgemerkt. Bei einem durchaus realistischen Preissteigerungsfaktor von Drei ergibt sich bereits eine Einsparung von 567.000 € in einem Jahr bzw. 23 Mio. € auf 40 Jahre. Das sind die Zahlen, die Hettich auf einer Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung einer neuen aus Holz konstruierten und energieeffizienten Fertigungshalle am Standort Kirchlengern vorstellte. Tatsächlich rechnet das Unternehmen aber intern aufgrund des Klimawandels und des Energiehungers von China und Indien mit deutlich höheren Einsparpotenzialen. „Wer heute lediglich nach den gesetzlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung baut, landet in absehbarer Zeit in einer dramatischen Kostenfalle“, sagt Martin Palmer, Umweltreferent bei Hettich. „Die Hettich-Unternehmensgrundsätze Umweltschutz und Arbeitssicherheit sehen dagegen eine kontinuierliche Verbesserung oberhalb rechtlicher Anforderungen vor“, so Palmer weiter. Der Investitionsanteil in das Energieprojekt am Standort Kirchlengern hat rund 800.000 € betragen. Damit sinkt der Wärmeverbrauch von 300 auf 151 Kilowattstunden, der ROI sinkt von 5,6 auf 2,1 Jahren. „Das Erstaunliche ist“, sagt Palmer, „dass die Kosten gegenüber einer herkömmlichen Bauweise keineswegs höher liegen.“ Die Produktionshalle, in der etwa 80 Mitarbeiter in einem Drei-Schichtbetrieb beschäftigt sind, soll mit rund 13.500 m² Nutzfläche und einem Bruttorauminhalt von 165.000 m³ einen neuen Maßstab in der industriellen Produktion setzen. „Der Qualitätsanspruch an ein modernes Arbeitsumfeld bezog die Faktoren Energieeffizienz und Ressourcenschonung konsequent mit ein“, so auch Sven Oßenbrink, Leiter Facility Management bei Hettich. Durch die Summe der ergriffenen Maßnahmen unterschreitet der Primärenergieverbrauch des Gebäudes die gültige Energieeinsparverordnung um 73 Prozent. Dabei flossen Erkenntnisse aus dem Hettich Forum, für das die Unternehmensgruppe den nationalen „Green Building Award 2009“ erhielt, in die Planung der Produktionshalle mit ein. Ein markantes Merkmal des Gebäudes ist die sichtbare, hochwärmegedämmte Holzleichtbaukonstruktion, für die neben dem…
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