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Für die Zukunft vorgebaut

Auch 110 Jahre nach der Firmengründung entwickelt die Familie Iben ihr Gartencenter weiter. Der Erweiterungsbau, der als neuer Eingang genutzt werden soll, steht bereits.
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110 Jahre sind ja eigentlich kein Alter – jedenfalls keines, in dem man sich ausschließlich mit seiner Vergangenheit beschäftigt. So oder so ähnlich hat man wohl im Gartencenter Iben in Ettlingen bei Karlsruhe gedacht. Das Sagaflor-Mitglied beging zwar das doch recht ungewöhnlich Firmenjubiläum mit einer zweitägigen Hausmesse am Wochenende vor Ostern. Aber schon seit einiger Zeit machen sich Heiko und Rainer Iben, die das Unternehmen in der vierten Generation führen, Gedanken über die Zukunft des Standorts. Das Tor zur künftigen Entwicklung steht bereits: Im August 2010 hat das Gartencenter einen neuen Eingangsbereich bekommen, der derzeit noch am rückwärtigen Teil des Gebäudes steht und als Kalthalle genutzt wird. Aber die 20.000 m² große Fläche, die an das Gartencenter grenzt, soll zu einem Einzelhandelsstandort ausgebaut werden, am besten für einen Baumarkt. Auch wenn aus der ursprünglich geplanten Obi-Niederlassung erst einmal nichts geworden ist – Iben ist auf eine Umgestaltung der Nachbarflächen und der eigenen 12.000 Grundfläche vorbereitet. „Dann hätten wir mehr Frequenz“, meint Heiko Iben, der die grüne Konkurrenz aus dem DIY-Handel nicht fürchtet. Genug Garten- und Pflanzenkompetenz hat Iben schließlich im Unternehmen. Denn hervorgegangen ist das Gartencenter aus einer 1901 gegründeten „Kunst- und Handelsgärtnerei“. Nach dem ersten Weltkrieg wurde sie als reine Baumschule neu aufgebaut. Nachdem Ende der 50er Jahre die ersten Containerpflanzen angeboten wurden, hat die Familie den Betrieb 1960 zum ersten Gartencenter mit SB-Gedanken in der Region Baden weiterentwickelt. Hinzugekommen sind in den 70er Jahren Floristik sowie 1985 eine eigene Galabau-Abteilung. Das versetzt das Unternehmen in die Lage, nicht nur Pflanzen anzubieten, sondern auch das Thema Dienstleistung zu besetzen. Lieferung, Pflanzung sowie Gartenplanung werden angeboten, aber auch Überwinterung und der Verleih repräsentativer Kübelpflanzen. Außerdem werden je nach Jahreszeit Baumschnitt- und Floristikkurse abgehalten. Und eher ungewöhnlich für ein Gartencenter: Einem Künstler wird die Gelegenheit geboten, auf dem Gelände regelmäßig Kurse zum Schnitzen mit der Kettensäge abzuhalten. Das lebende Grün für den Verkauf stammt je nach Sortiment aus verschiedenen Quellen. Heiko Iben kauft sowohl von regionalen Erzeugern als auch über den Großmarkt ein; außerdem besucht er Versteigerungen in Holland sowie Baumschulen beispielsweise in Norddeutschland, um sich mit Ware einzudecken. Dagegen…
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