diy plus

Marke macht Markt

Peter Stechmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Alpina Farben, über die Aufgabe und den nötigen Mut der Marke, neue Zielgruppen zu erschließen.
diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Direkt weiterlesen
Noch immer herrscht in vielen Köpfen der Leitsatz: Marke gegen Handelsmarke. Das ist jedoch Gedankengut von vorgestern. Der Schlüssel für nachhaltiges Wachstum liegt im gezielten Zusammenspiel von Marke und Handelsmarke – wobei die Marke die herausfordernde Aufgabe übernimmt, Impulsgeber zur Erschließung neuer Zielgruppen zu sein. Nachholbedarf für bunte Wände Bestes Beispiel dafür ist im Farbenmarkt das Segment für bunte und kreative Wandgestaltung. Während dieses quasi im gesamten europäischen Ausland schon lange von Herstellern und Handel gemeinsam erfolgreich entwickelt wurde, gibt es in Deutschland noch enormen Nachholbedarf. Der Kunde möchte zwischen verschiedenen attraktiven Konzepten wählen und sich inspirieren lassen – so wie er es aus vielen anderen Konsum-Bereichen gewohnt ist. Doch statt Erlebnis-Welten, die dem emotionalen Potenzial einer bunten Wandgestaltung angemessen wären, findet er oft nur technisch positionierte Gebinde in meist seelenlosen Regalgängen. Während man bei Fliesen und Parkett zumindest schon so weit ist, großformatige Echtmuster zu präsentieren, findet das Erleben des angebotenen Produktes bei Farbe im Baumarkt nur sehr selten statt. Dabei steckt solch ein großes Potenzial in der Idee, farbige Wände als die einfachste Möglichkeit zu präsentieren, seinem Zuhause ein neues Gesicht zu geben und seine Wohn- und Lebensqualität zu steigern. Mut zur Inspiration Dass bunte und kreative Wandgestaltung überraschen und begeistern kann, zeigt Alpina in der Kooperation mit Tim Mälzer, die sowohl im Handel als auch beim Kunden in den letzten Monaten höchste Aufmerksamkeit erfuhr. Die stimmige Verbindung von Kochen und Wandfarbe liegt auf der Hand: Zu beidem braucht man Kreativität und die Lust am Selbermachen. Das bringt der Baumarkt-Kunde bereits mit. Es braucht aber auch Inspiration und gute Rezepte, und genau das fehlt bisher. Trotzdem war die Investition in ein innovatives Konzept wie die „Farbrezepte“ mit einigen Ecken und Kanten sowie einem frischen Schuss Ironie ein mutiger Schritt, den nur die starke Marke und in diesem Fall der Marktführer für Dispersionsfarben gehen kann. Die Resonanz der Fach- und Publikumspresse auf die Farbrezepte war überwältigend und spiegelt das Bedürfnis nach neuen Ideen wider. Wenn durch den Verstärker Tim Mälzer nun plötzlich auch in der Lifestyle-Presse über Wandfarbe berichtet wird, erschließt dies neue Zielgruppen für das Bunt-Segment und insbesondere für den Absatzkanal Baumarkt. Eine große Stärke…
Zur Startseite
Lesen Sie auch