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Die Baumärkte sind noch nicht im Internet zuhause, meinen Ulrich Grothe und Jens Meier-Ewert.
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Nach langem Zögern nutzen die Baumarktketten das Internet als Vertriebskanal. Es wird substanziell investiert. Die Gefahr von Fehlschlägen ist allerdings groß. Zu sehr managen die Baumärkte das Internet nach den Maßstäben des stationären Handels. Sie müssen die Besonderheiten modernen Internetgeschäftes verstehen lernen. Im Idealfall können sie sich dann strategisch völlig neu positionieren. Filialfinder, Öffnungszeiten, Leistungsbeschreibungen und Anleitungen zum Heimwerken sind Standard. Die besseren Internetauftritte beinhalten Filmsequenzen mit Schulungen, Rechner zur Kalkulation von Verbrauchsmengen und ähnliches. Beim Vertrieb über das Internet teilt sich das Feld in zwei Gruppen. Bauhaus, Max Bahr, Globus und Toom haben noch keine professionellen Shops. Sie promoten allenfalls wenige ausgewählte Artikel. Obi, Praktiker, Hagebaumarkt, Hornbach und Hellweg positionieren sich hingegen mit einem breiten Warenangebot ernsthaft im Internet. Unternehmen ohne Shops werden bald die absolute Ausnahme sein. Die Diskussion um den verspäteten Eintritt von Media-Saturn zeigt, wie zögerliche Handelsunternehmen abgestraft werden. Die spannende Frage ist aber, ob die Gruppe der heutigen Shopbetreiber die richtige Strategie verfolgt. Es gibt sehr gute Gründe, dies in Frage zu stellen und den bisher eingeschlagenen Kurs zu ändern. Die Nachfolger haben noch die Möglichkeit zu lernen. Mit welchen Herausforderungen haben Baumärkte zu kämpfen? Mit den Verkaufsschlagern des stationären Geschäftes können Baumärkte im Internet nicht punkten. Wie sucht der moderne Kunde Produkte von Gardena oder einen Ixo Schrauber von Bosch? Klar, er „googelt“. Was dann passiert, ist spannend. Angebote von Baumärkten? Fehlanzeige. Auf der ersten Ergebnisseite tauchen Hersteller, Internetkaufhäuser wie Amazon oder „Gate Keeper“ wie idealo.de und billiger.de auf. Sie sind preisgünstiger und beherrschen das Geschäft der Suchmaschinenoptimierung besser. Die Baumärkte tun sich schwer mit exotischen Produkten. Der stationäre Handel konzentriert sich auf die Produkte mit der höchsten Profitabilität pro Quadratmeter. Mit dem Rattenschwanz an wenig profitablen Produkten will er nichts zu tun haben. Bei den Internethändlern ist das anders. Dank zentraler Lager und überregionaler Vermarktung sowie Distribution können sie auch mit außergewöhnlichen Produkten sehr profitabel sein. Geht es beispielsweise ums Grillen, so befriedigen z. B. www.grillfuerst.de oder www.bbq-shop24.de jedes noch so extravagante…
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