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Stabile Verhältnisse

Der Blumen- und Pflanzenhandel in Deutschland trotzt der Wirtschaftskrise. Allerdings zeigen sich nach wie vor gefährliche Tendenzen in Richtung Preisverfall.
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Der Verbrauch von Blumen und Pflanzen in Deutschland ist 2012 voraussichtlich leicht gestiegen. Dr. Marianne Altmann von der Unternehmensberatung Co-Concept sieht dafür zwei klimatische Gründe: Sowohl das Wetter als auch das Konsumklima haben sich als für den Absatz dieser Produktgruppe recht günstig erwiesen. Insgesamt führte der Witterungsverlauf 2012 zu einem gleichmäßigen Abverkauf der einzelnen Sortimente. Das war 2011 anders gewesen: Damals haben sich die Angebotszeiträume für Frühlingsblüher, Schnittblumen sowie Beet- und Balkonpflanzen teilweise überschnitten. Anders 2012: Da verlief einerseits der Absatz von Frühjahrsblühern gut. Andererseits kamen die Beet- und Balkonpflanzen durch den Kälteeinbruch im Februar später auf den Markt und hatten einen relativ langen Verkaufszeitraum bis in den Juni hinein. Auch der Schnittblumenabsatz für die Spitzenanlässe Valentins- und Muttertag verlief unter dem Strich für die Branche zufriedenstellend. Die von Altmann befragten Experten erwarten, dass das Marktvolumen von 2011 in Höhe von 8,6 Mrd. € auch 2012 wieder erreicht wurde. Die bisher erkennbare Preisentwicklung stützt diese Annahme. Aktuell gibt es bei der Nachfrage nach Schnittblumen zwei unterschiedliche Tendenzen: Auf der einen Seite greifen die Konsumenten zum hochwertigen Strauß des Fachhandels; tendenziell sind sie bereit, für Dinge, deren Wert sie anerkennen, auch mehr Geld auszugeben. Auf der anderen Seite decken die Verbraucher ihren Eigenbedarf aber bevorzugt im Sortimentshandel mit seinem niedrigeren Preisniveau. Bei den Beet- und Balkonpflanzen scheinen die großen Wachstumspotenziale ausgeschöpft. Neuzüchtungen und Besonderheiten sollen das Interesse der Kunden lebendig erhalten. Ähnliches lässt sich bei den blühenden Topfpflanzen beobachten: Diese Produktgruppe wird für den Geschenksektor erschlossen und belebt dadurch die Nachfrage. Allerdings stammt aus dieser Branche auch das immer wieder zitierte Negativbeispiel par excellence: Bei der Orchidee hat schon lange ein trading down eingesetzt, das dem ganzen Segment mit seinem Preisverfall Schwierigkeiten macht. So ist beispielsweise im Juli 2012 nach Angaben von Flora-Holland die Menge an verkauften Phalaenopsis um rund 30 Prozent gestiegen; gleichzeitig ist aber der Durchschnittspreis um 14 Prozent zurückgegangen. Dieser Entwicklung sei durch Züchtung und Qualität auch bei anderen Pflanzensorten entgegenzuwirken, so die Analyse von Co-Concept. „Wenn der Topfpflanzenmarkt durch Importe an…
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