Studie Einkaufshäufigkeit
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Einkaufsverhalten

Einstürzende Einkaufswagen

Einkaufen wird mehr und mehr Verbrauchern in Europa lästig. Das zumindest legt eine Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung aus Nürnberg, GfK, nahe.
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Verlieren die Deutschen die Lust am Einkaufen? Das ist zumindest eine der potenziellen Interpretationsmöglichkeiten einer Erhebung der GfK. Denn danach geht die Zahl der Einkaufshäufigkeit im Nonfood-Gesamtmarkt seit Jahren zurück. Das ist ein Trend, den die GfK nicht nur in Deutschland, sondern auch in einigen anderen europäischen Ländern beobachtet hat. Im Rahmen  der Untersuchung Trendsensor Consumption wurden beispielsweise in Spanien die Shopper gefragt, ob ihnen Einkaufen Spaß mache. Während 2008 dort noch 52 Prozent die Frage mit Ja beantworteten, waren es 2012 nur noch 47 Prozent. Auch in Polen, einem Land, das im Gegensatz zu Spanien in den vergangenen Jahren nicht von Wirtschafts- und  Eurokrise gebeutelt wurde, lässt sich dieser Trend nachweisen. Dort kauften 2008 noch 59 Prozent der Befragten gerne ein, 2012 waren es noch 56 Prozent.Am meisten Spaß am Gang in den Laden haben entlang der Untersuchung die Niederländer. Dort antworteten 2008 auf die Frage, ob sie gerne einkaufen würden, 71 Prozent mit Ja. Aber auch in dem Land des Käses und des Wohnmobils ging diese Zahl im Vergleich zu 2012 um einen Prozentpunkt zurück (siehe Grafik). In Deutschland haben die Menschen generell weniger Lust zum Einkaufen. Dort machte es 2008 rund 56 Prozent Spaß zu shoppen, 44 Prozent schoben nur unlustig ihren Einkaufswagen vor sich her. Der Trend ist aber auch hierzulande derselbe wie in den anderen untersuchten europäischen Ländern: Der Gang ins Geschäft fällt wohl immer schwerer. Das sind die nackten Zahlen. Doch woran liegt es? Daran, dass wir alle zusammen älter werden und nicht mehr so gerne aus dem Haus gehen? An steigenden Energie- und Mobilitätskosten? Am Zeitdruck? An der wachsenden Bedeutung des E-Commerce? Kaufen die Menschen doch zunehmend lieber online ein, statt sich an der Kasse die Füße platt zu treten?Beachtlich ist auch, dass im selben Zeitraum die Ausgaben pro Einkauf gewachsen sind. Planen die Menschen also ihren Einkauf besser? Informieren sie sich vorab stärker, unter anderem im Netz?Ein Aspekt, der mit derselben Untersuchung von den Marktforschern erfasst wurde, ist die Qualitätsorientierung der Verbraucher. Diese, haben die Erhebungen ergeben, steigt nach Jahren des Billigbooms wieder an. So antworteten auf die Frage "Beim Einkaufen achte ich vor allem auf Qualität?" 2001 noch 44 Prozent mit Ja, 2012 waren es 50 Prozent. Entsprechend fielen die Zahlen auf die Frage "Beim Einkauf achte ich vor allem auf den Preis?" Doch wie entwickelte…
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