Die in Deutschland erkauften Pflanzen stammen immer öfter aus hiesiger Produktion.
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Die in Deutschland verkauften Pflanzen stammen immer öfter aus hiesiger Produktion.
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Blumen und Pflanzen

Kaufen, wo’s wächst

Blumen und Pflanzen aus deutscher Produktion werden in ihrer Heimat immer beliebter. Der Selbstversorgungsgrad des hiesigen Marktes wächst seit geraumer Zeit.
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Die Deutschen kaufen immer lieber deutsche Pflanzen: Der Selbstversorgungsgrad im deutschen Markt für Blumen und Pflanzen, dem größten in Europa, wächst seit geraumer Zeit. Diesen Schluss legen die Im- und Exportstatistiken für Deutschland, aber auch für die anderen europäischen Produktions- und Absatzgebiete nahe. Im Vorfeld der IPM hat Dr. Marianne Altmann von Co-Concept diese Zahlen im Auftrag der Messe Essen analysiert.
In ihrer Anbauerhebung zu den Produktions- und Wirtschaftstendenzen im Zierpflanzenbau hatte die AMI (Agrarmarkt Informations-Gesellschaft) schon auf Basis der im Herbst 2014 abgefragten Zahlen unter anderem mit mehr Beet- und Balkonware aus deutscher Produktion gerechnet. Die Einfuhrstatistik bestätigt diese Annahme, dass der heimische Anbau erweitert wird.
Während der Konsum von Blumen und Zierpflanzen in Deutschland weitgehend stabil geblieben ist und bei 108 € pro Kopf liegt und gleichzeitig die Ausfuhren nicht gestiegen sind, lässt sich bei den Importen von Topfpflanzen ein deutlicher Rückgang feststellen. Die jüngsten vorliegenden Zahlen betreffen das erste Halbjahr 2015. In diesem Zeitraum ist der Wert der importierten Topfpflanzen gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 19 Prozent – das entspricht 74 Mio. € – zurückgegangen.
Diese Entwicklung haben vor allem die Niederlande zu spüren bekommen. Denn im selben Zeitraum sind hier die Exporte zum großen östlichen Nachbarn um 18 Prozent oder 60 Mio. € eingebrochen. Noch größer waren die Einbußen in Dänemark, allerdings auf geringerem Niveau. Die Topfpflanzenexporte der Dänen sind im ersten Halbjahr um 24 Prozent auf 25 Mio. € geschrumpft.
Ein weiteres Problem für die Niederländer hat sich noch weiter östlich aufgebaut: Russland, mit einem Anteil von 21,3 Prozent der wichtigste Abnehmer von Blumen und Pflanzen aus der Europäischen Union, hat seine Nachfrage nach Grün aus Europa spürbar gedrosselt. Zieht man die Werte für die jeweils ersten sechs Monate als Indikator heran, so geht es um ein Minus von 25 Prozent innerhalb von zwei Jahren: Lieferte die EU im ersten Halbjahr 2013 Schnittblumen im Wert von 164,6 Mio. € nach Russland, waren es 2015 nur noch 123,9 Mio. €. Bei Topfpflanzen war der Rückgang noch drastischer, nämlich von 39,5 Mio. €…
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