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„Besser als die Pure Player“: Albrecht Hornbach.
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Albrecht Hornbach will ganz vorne dabei sein, wenn es um Omnichannel geht. Vor der Konkurrenz zumal aus den USA ist ihm nicht bange.
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Digitalisierung ist eines der Schwerpunktthemen, mit denen sich Hornbach derzeit beschäftigt. Einen großen Teil seines Vortrags auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz widmete Albrecht Hornbach diesem Thema.
Selbstbewusst formulierte der Vorstandsvorsitzende der Hornbach Management AG den Anspruch, ganz an der Spitze des digitalen Fortschritts mitzumarschieren: "Kaum ein anderes Unternehmen der Branche treibt die Digitalisierung - kanalübergreifend und im ausgeklügelten Zusammenspiel mit dem stationären Filialnetz - so vehement und mit so viel Aufwand voran."
Konkret ist "viel Aufwand" mit 53,9 Mio. € zu übersetzen. So hoch waren die Mehraufwendungen, die das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr in dieses Geschäftsfeld gesteckt hat - Geld, das nicht im Investitionsetat eingestellt ist, sondern vom Gewinn abgezweigt wurde.
Inzwischen sind außer in Deutschland auch in fünf weiteren europäischen Ländern Hornbach-Onlineshops am Netz, die, so das Unternehmen, mit überdurchschnittlichen Zuwachsraten zum Umsatzanstieg beigetragen haben. Die drei noch fehlenden Ländergesellschaften werden bis Ende 2017 mit ihren Shops online sein.
Bei aller Überzeugung, mit dieser Strategie auf dem richtigen Weg zu sein, machte Albrecht Hornbach doch klar: Der stationäre Handel ist nicht nur das Kerngeschäft des Konzerns, sondern auch ein weiterhin zukunftsfähiges Geschäft - auch im Vergleich zu Amazon, das derzeit ja als der große Schrecken auch der Baumarktbranche an die Wand gemalt wird.
Ein Händler wie Hornbach hingegen hat den Online Pure Playern gegenüber (mindestens) zwei Vorteile, ist der Firmenchef überzeugt: "Amazon bietet ja keine Projekte - so wie die Discounter", meint er. Und der zweite Vorteil: "Wir haben einen viel besseren Mix an Logistik-Kosten." Denn die Lieferung nach Hause kostet oft mehr Geld, als der Kunde dafür bezahlt, und diese Kosten entfallen im stationären Geschäft.
Für Albrecht Hornbach jedenfalls ist Amazon nur "ein durchschnittlicher Player in der Branche". An den Zahlen könne man eine Bedrohung nicht ablesen.Trotz des Eifers, mit dem die Pfälzer bei der digitalen Sache sind, überstürzen sie die Verquickung von online und offline nicht. Mit den Hornbach Compact-Märkten hätten sie ja eigentlich ein Format, um das Agieren auf mehreren Kanälen zügig umzusetzen. Aber da zögern sie, sammeln Erfahrungen und wissen, dass das noch nicht "der Stein der Weisen" sei, wie Albrecht Hornbach meinte: "Wir tunen noch." Mit dem großen Rollout des Konzepts warten…
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