IFH-Studie, Wachstumsrate Warengruppen
Bildunterschrift anzeigen
diy plus

Europa

Generell positiv

Der DIY-Markt in der EU hat sich in den zurückliegenden Jahren wieder stabiler entwickelt. Nur im Garten zeigen sich Schwächen.
diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Direkt weiterlesen
726,5 Mrd. Euro beträgt das aktuelle Marktvolumen in der EU 27 über alle Kernsortimente (Heimwerken, Baustoffe, Garten) des Do-it-yourself- und Garten-Markts hinweg. Der Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt dabei, dass nach sehr uneinheitlich ausfallenden, turbulenten Jahren seit 2011 wieder eine gewisse Stabilität in den DIY-Markt eingekehrt ist. Die Wachstumsraten bewegten sich zwischen -1,8 und +2,8 Prozent − seit 2014 befinden sie sich sogar kontinuierlich im positiven Bereich. Zuletzt erreichte der DIY-Markt 2017 mit all den subsumierten Warengruppen ein Umsatzplus in Höhe von 2,0 Prozent bzw. 14,4 Mrd. Euro. Diese Zahlen hat das IFH Köln ermittelt.
Betrachtet man die Hauptwarengruppen, so konzentriert sich mehr als die Hälfte der Umsätze (51 Prozent) auf das Heimwerkersortiment. Wichtigste Umsatzträger bilden hier die Warengruppen Heizungen/Klimageräte, Elektroinstallation und Sanitär. Baustoffe folgen mit 37 Prozent. Die wichtigsten Segmente innerhalb dieses Sortiments sind Baustoffe im engeren Sinn wie beispielsweise Wandbaustoffe und Bauelemente. Produkte rund um den Garten generieren Umsätze in Höhe von 88,3 Mrd. Euro und halten 12 Prozent der Marktanteile.
Vor dem Hintergrund einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate des DIY-Marktes von 1,0 Prozent zwischen 2010 und 2017 offenbart die Analyse der einzelnen Warengruppen deutliche Unterschiede. Das Spektrum reicht von -2,0 Prozent bei Deko/Heimtex bis hin zu +2,2 Prozent bei Leuchten und Bauchemie.
In Summe zeigt sich aber ein nahezu durchweg positives Bild: Neben Deko-/Heimtex-Artikeln befinden sich nur die Segmente Gartenausstattung und Grün Indoor unter dem Umsatzniveau des Jahres 2010.
An dieser Stelle wird deutlich, dass die Umsatzrückgänge bei Schnittblumen und Topfpflanzen kein auf Deutschland begrenztes Phänomen sind. Auch in anderen umsatzstarken Ländern wie beispielsweise Großbritannien, Frankreich oder Italien entwickeln sich die Umsätze rückläufig.
Der Blick auf die Hauptaggregate zeigt auch, dass sich das Heimwerkersortiment und der Bereich Baustoffe mit einer CAGR (Compound Annual Growth Rate) zwischen 2010 und 2017 von jeweils +1,1 Prozent besser als das grüne Segment entwickelt haben. Diese Aussage gilt noch deutlicher für 2017: Das Heimwerkersortiment legte um 0,9 Prozent zu, das Baustoffsortiment um 4,4 Prozent, das Gartensortiment verzeichnete (minimale) Verluste von -0,1 Prozent.
Deutschland ist mit einem Umsatz von rund 149 Mrd. Euro (DIY-Kernsortimente…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch