Lack- und Farbenindustrie, Verkaufsmengen
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Farben und Malerzubehör - Marktentwicklung

Hoffen auf die Seitwärtsbewegung

2018 war für die deutsche Lack- und Farbenindustrie ernüchternd. Zwar stieg der Umsatz leicht an, doch die abgesetzte Menge ging merklich zurück.
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Eigentlich müsste es der Lack- und Farbenindustrie so gut gehen wie lange nicht. Denn die Baukonjunktur boomt und das bedeutet auch einen erhöhten Umsatz an Anstrichmitteln. Doch weit gefehlt. Die Bilanz der Branche für 2018 fällt düster aus. Zwar stieg der Umsatz um 0,4 Prozent an. Dieser leichte Anstieg ist aber laut dem Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL) ausschließlich auf Preiserhöhungen wegen gestiegener Rohpreise sowie auf deutlich gestiegene Löhne und Logistikkosten zurückzuführen. Die abgesetzte Menge dagegen fiel um zwei Prozent auf 1,7 Mio. Tonnen. Bei den Bautenfarben sankt die Nachfrage insgesamt um rund 1,5 Prozent auf 847.000 Tonnen.

Korrosionsschutz im Plus


Bei den Industrielacken gab es einen teilweise starken Rückgang, ebenso wie bei den Autoserienlacken. Auch Holz- und Möbellacke verzeichneten ein geringes Minus. Ebenfalls negativ schlossen die Druckfarben ab. Im Plus dagegen waren Autoreparaturlacke. Hier wuchs der Verbrauch um ein Prozent, der Umsatz sogar um drei Prozent. Der Korrosionsschutz konnte sich mit einem Wachstum von 0,7 Prozent (Menge) ebenfalls knapp im positiven Bereich halten.Import und Export sind nach Angaben des VdL 2018 im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert: Der Export verbuchte im Wert ein leichte Plus von 1,5 Prozent auf jetzt 3,7 Mrd. Euro, der Import wuchs ebenfalls um 2,3 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit rund 25.000 Mitarbeitern weitgehend konstant.

Keine Entspannung


Auch für dieses Jahr sieht die Branche keine Entspannung. "Wir können allenfalls auf eine Seitwärtsbewegung hoffen", sagt der neue Präsident des VdL, Peter Jansen. Für den industriellen Sektor zeichne sich keine Erholung des Automobilsektors ab. Der Druckfarbenmarkt werde wegen der fortschreitenden Digitalisierung weiter schrumpfen.

Bautenanstrichmittel auch 2019 im Minus


Auch der Absatz im wichtigen Bautenfarbenmarkt stottere. Die Hersteller von Bautenanstrichmitteln rechneten für 2019 mit einem Minus von mehr als zwei Prozent, sagt Jansen. Insgesamt habe der Markt seit 2010 gut zehn Prozent an Menge verloren. Dieser Trend, so Jansen weiter, werde sich erst in den folgenden Jahren abflachen. Teure Tarifabschlüsse und hohe Rohstoffpreise verstärkten die negative Prognose für 2019.Gründe für die rückläufigen Mengen bei den Bautenanstrichmitteln gibt es viele. Da ist zunächst ein verändertes Freizeitverhalten. Jüngst titelte eine große deutsche Tageszeitung sogar zugespitzt - das Heimwerken sterbe…
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