Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Befragung

Digitalisierung unterstützt F&E

Unternehmen passen Forschung und Entwicklung in der Krise  an – Ergebnisse einer Unternehmensbefragung des BMWi.

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die Forschungs-, Entwicklungs- und Innovations­aktivitäten (FuEuI) deutscher Unter­nehmen aus. Das zeigen die Ergebnisse einer Online-Befragung vor allem von innova­tiven kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die das BMWi zwischen dem im April dieses Jahres durchgeführt hat. Im Mittelpunkt der Befragung standen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf aktuelle und geplante unternehmerische Aktivitäten im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation. Ziel der Umfrage war ein Überblick über aktuelle Schwierigkeiten kleiner und mittlerer Unternehmen bei ihren Forschungs-, Entwicklungs-und Innovationsaktivitäten stehen.

Bundesminister Peter Altmaier: „Innovationen sind zen­tral für Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze und Wachstum – das gilt für einzelne Unternehmen ebenso wie für unsere Volkswirtschaft als Ganzes. Das Konjunkturprogramm für unseren Neustart nach der Krise muss daher neben Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit vor allem auch Innovationen fördern. Mit Lösungen „made in Europe“ in Bereichen wie Cloud-Infrastruktur, Wasserstoff und Energieeffizienz können wir uns nicht nur als Wirtschaftsstandort zukunftsfest aufstellen, sondern auch zur Erreichung der Klimaziele maßgeblich beitragen. Vor allem KMU werden wir deshalb weiterhin nach Kräften bei Forschung und Entwicklung unterstützen.“

Rund 1.800 innovative Unternehmen haben an der Online-Befragung teilgenommen, 86 Prozent davon KMU. Der Großteil der Unternehmen wird die Laufzeit seiner FuEuI-Projekte verschieben bzw. verlängern (75 Prozent), 54 Prozent unterbrechen Projekte. Während 24 Prozent der Unternehmen angeben, Projekte abzubrechen, wollen auch 21 Prozent in der Krise neue FuEuI-Aktivitäten starten. Großunter­nehmen passen Umfang und Fortführung ihrer Planungen dabei insgesamt stärker an als KMU. Diese und weitere Ergebnisse, unter anderem zu strategischen Schlussfolgerungen der Unternehmen und Forderungen an die Politik, sind online veröffentlicht.

Die Ergebnisse der Befragung will das BMWi nutzen, um seine innovations- und digitalpolitischen Förderprogramme und -initiativen weiter zu optimieren. Sie gehen in die Transferinitiative des Ministeriums ein, deren Ziel es ist, den Übergang von Forschungsergebnissen in neue, marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu verbessern. Zuletzt hat das BMWi im Lichte der Corona-Krise bereits zahlreiche Maßnahmen in seinen Förderprogrammen umgesetzt, die Verfahren entbürokratisieren, die Digitalisierung unterstützen und die Teilnahme für den innovativen Mittelstand erleichtern sollen.

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