Corona, Auswirkungen auf die Bau- und Gartenmärkte
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Corona und seine Auswirkungen auf die Bau- und Gartenmärkte: Geduld und Disziplin waren und sind immer noch gefordert.
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Interview

Das Hohelied der Zusammenarbeit

Welche Erfahrungen haben die Branchenverbände mit Corona gemacht? Ein Gespräch mit den drei Geschäftsführern Anna Hackstein (IVG), Ralf Rahmede (HHG) und Dr. Peter Wüst (BHB).
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Frau Hackstein, Herr Rahmede, Herr Dr. Wüst: Können Sie das Wort "Corona" überhaupt noch hören?

Anna Hackstein: Die Pandemie und ihre Folgen sind das bestimmende Thema dieser Tage, da geht es mir sicherlich nicht anders als allen anderen Branchenteilnehmern. Der Umgang damit und die Auswirkungen auf unseren Markt werden uns noch viele Monate begleiten. Da bleibt eigentlich keine Zeit, sich Gedanken zu machen, ob man es noch hören kann: Corona ist da und wir müssen damit umgehen.Ralf Rahmede: Man gewöhnt sich ja an Vieles, aber ich kann mich nicht erinnern, dass ein Wort jemals so dominant und präsent war wie Corona.Dr. Peter Wüst: Natürlich tritt, wie wohl bei jedem Menschen, ein gewisser medialer Sättigungseffekt ein. Kritischer ist für mich der Begriff "Föderalismus" vor dem Hintergrund der Erfahrungen der letzten Wochen. Es war und ist für Handel, Logistik und Lieferanten nicht leicht, wenn beispielsweise auf Dorfebene Bürgermeister Marktschließungen anordnen, weil sie hierzu von Wettbewerbern angestachelt wurden. Diese sehr volatile Öffnung bzw. Schließung von Bau- und Gartenfachmärkten hat ständig neue Lagen verursacht und neue Ansprechpartner mit sich gebracht - es war und bleibt also spannend.
 

Ist Ihnen noch bewusst, wann Sie von Corona/Covid-19 zum ersten Mal gehört haben und wie war da Ihre Einschätzung?


Wüst: Wir waren durch die Eisenwarenmesse und unsere Veranstaltungen bis hin zur Jahrespressekonferenz sehr früh mit den Auswirkungen und der Unsicherheit der Entwicklung konfrontiert. Deshalb haben wir die Lage mit unseren Handelspartnern auch sehr früh diskutiert und  die Brisanz der Herausforderung schnell einmütig beurteilt. Allerdings hatte sich zu Beginn niemand einen Shutdown in Deutschland wirklich vorstellen können. Angesichts des dann notwendigen politischen Agierens hat uns der enge und effektive Kontakt besonders auf der Vorstandsebene der ersten Phase dieser Krise sehr geholfen. In der zweiten Phasen haben die täglichen Austäusche mit allen Branchenhändlern die Lage für alle Manager leichter einschätzbar werden lassen.
Hackstein: Mir ist noch sehr bewusst, dass die Ereignisse und Entwicklungen rund um Corona mich, den Verband und die Branche in den ersten Tagen der Krise vor riesige Herausforderungen gestellt haben. Wir mussten uns täglich veränderten Situationen anpassen und unsere Entscheidungen neu bewerten. Als die ersten Fälle in China bekannt wurden und sich das Virus immer mehr ausbreitete, hat wahrscheinlich kaum jemand wirklich…

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