Corona, leere Straßen
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Corona-wirklichkeit in Deutschland: Leere Straßen in Berlin …
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Verbandsarbeit in Coronazeiten

Nie waren sie so ­wertvoll wie heute

Eine kurze Chronologie der Entwicklungen während der Corona­pandemie aus Sicht der beteiligten Branchenverbände.
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Verbände sehen sich in Zeiten wie diesen mit enormen Herausforderungen konfrontiert. Corona/Covid-19 fordert auch den Verbänden seinen Tribut ab. Einerseits verlangen die in den Verbänden organisierten Unternehmen, dass sie von ihrem Verband schnell und kompetent über alle aktuellen Fragestellungen rund um das Coronavirus informiert werden. Vor dem Hintergrund, dass derzeit auch viele Verbandsmitarbeiter von zu Hause aus arbeiten, keine einfache Leistung. Andererseits leben Verbände von der regelmäßigen Interaktion zwischen ihren Mitgliedern und Gremien. Auch diese ist aufgrund nicht stattfindender Mitglieder- und Gremienversammlungen massiv erschwert. Und nicht zuletzt erwarten sich die in Verbänden zusammengeschlossenen Unternehmen, dass gerade in einer wirtschaftlich turbulenten Zeit wie dieser die (politische) Lobbyarbeit ihres Verbandes nicht zu kurz kommt beziehungsweise Erfolge zeitigt.
"Die Coronavirus-Pandemie hat Verbände vor allem im Hinblick auf ihre rechtliche Handlungsfähigkeit vor noch nie dagewesene Probleme gestellt. Aufgrund des erzwungenen Ausfalls von Gremiensitzungen und Mitgliederversammlungen sehen sich viele Verbände mit der Frage konfrontiert, wie sich rechtsgültige Beschlüsse fassen und wie lange ihre Organe rechtmäßig im Amt bleiben können", stellt deshalb auch die Verbandsplattform "Linkando" fest.
Das ist die eine, die eher formale Seite, die die Verbände heutzutage bei ihrer Arbeit beachten müssen. In leichter Abwandlung des Klosterfrau-Melissengeist-Slogans "Nie waren sie so wertvoll wie heute" haben die Verbandsakteure der DIY- und Gartenbranche es zwar sicherlich nicht im Alleingang geschafft, dass im allgemeinen Shutdown von März bis Anfang Mai 2020 Baumärkte und Gartencenter in den meisten, später in allen Bundesländern geöffnet werden konnten, aber allzu klein war er sicherlich auch nicht.
Als die Corona-Wolken im Februar und Anfang März immer dunkler werden, bekennen sich BHB (Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten) und HHG (Herstellerverband Haus und Garten) noch zur Durchführung der Internationalen Eisenwarenmesse in Köln. Dabei wird angesichts der bröckelnden Ausstellerfront und wegen des Reiseverbots der Handelsunternehmen für ihren Außendienst immer klarer, dass die Messe kippen wird (was sie ja letztendlich auch tat).
Spätestens seit dem 11. März zeichnet sich ab, dass die Politik bei einer weiteren negativen Entwicklung der Pandemie härtere Eingriffe nicht mehr ausschließt. Schon einen Tag später fassen…
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