Der scheidende Vorstandsvorsitzende Ewald Glaser (M.) erläuterte zusammen mit den Vorständen Lukas Roßhart (r.) und Holger Löbbertdie Bilanz 2019 der ZG Raiffeisen.
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Der scheidende Vorstandsvorsitzende Ewald Glaser (M.) erläuterte zusammen mit den Vorständen Lukas Roßhart (r.) und Holger Löbbertdie Bilanz 2019 der ZG Raiffeisen.
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Die ZG Raiffeisen in Karlsruhe ist mit ihren Märkten in Baden und im Elsass vergangenes Jahr um fünf Prozent gewachsen. Die Profilierung macht sich jetzt bezahlt, sind die Genossen überzeugt.
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Die Bilanzpressekonferenz der ZG Raiffeisen war eine schöne Sache für die diy-Redaktion: endlich wieder raus zu einem der ersten nicht per Internet oder Telefon absolvierten Termine seit dem Corona-Ausbruch. Natürlich alles brav mit Abstand: Weil in der ZG-Zentrale in Karlsruhe kein ausreichend großer Raum zur Verfügung stand, ist man in ein Veranstaltungszentrum im nahen Rastatt ausgewichen.

Aus Branchensicht schön waren auch die Zahlen, die dort präsentiert wurden. Die ZG Raiffeisen hat in ihrem Geschäftsfeld Märkte erstmals die Umsatzschwelle von 100 Mio. Euro überschritten. Im Jahr 2019 haben die unverändert 80 Raiffeisen-Märkte der Genossenschaft ihre Umsätze um 4,8 Prozent auf 102,4 Mio. Euro gesteigert. Darin enthalten sind auch die Umsätze der zwölf Trèfle Vert-Märkte im benachbarten Elsass; sie weisen ein Wachstum von 5 Prozent vor. Wachstumstreiber waren Heimtiernahrung und regionale Lebensmittel.

Damit sind die Wachstumsraten höher ausgefallen als im Gesamtmarkt des Baumarkt- und Gartenhandels, der zum Vergleich herangezogen werden kann – auch wenn die Genossen stets betonen, dass sie keine Baumärkte betreiben.

Wie auch immer: Das Wachstum ist beachtlich. Den wichtigsten Grund dafür beschrieb der scheidende ZG-Vorstandsvorsitzende Ewald Glaser so: „Die Profilierung, an der wir seit Jahren arbeiten, macht sich jetzt bezahlt.“ Seit einigen Jahren treten die Raiffeisen-Märkte unter dem Slogan auf: „Meine Region, meine Produkte, mein Markt“. Das, so Glaser, treffe den Zeitgeist und fördere weiteres Wachstum.

Die Profilierung, an der wir seit Jahren arbeiten, macht sich jetzt bezahlt.
ZG-Vorstandsvorsitzender Ewald Glaser

In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres hatten die Raiffeisen-Märkte der ZG einen zweistelligen Umsatzzuwachs zu verzeichnen – übrigens nach wie vor ohne Online-Shop. Die Märkte galten während des Corona-Shutdowns als systemrelevant und durften geöffnet bleiben. In den ersten Wochen wurden vor allem Lebensmittel stark nachgefragt, später das gesamte Sortiment, berichtete Vorstand Lukas Roßhart. In Frankreich, wo man anfangs nur drei Stunden am Tag öffnen durfte und erst Anfang Mai zu den normalen Öffnungszeiten zurückgekehrt ist, ging der Umsatz zwar zunächst massiv zurück. „Bis Ende Mai konnte der gesamte Umsatzrückstand wieder aufgeholt werden“, ergänzte Roßhart.

Im vergangenen Jahr „richtig Fuß gefasst“ habe die Einkaufsgesellschaft Haus und Garten Deutschland (HGD) und so „unsere Einkaufsposition signifikant verbessert“, sagte…

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