Einsparung und Vermeidung von Micro-Kunststoff. Von links nach rechts: Kunststoffabfall (Dosenkappen), Kunststoff "gemahlen" (geschreddert), Kunststoff aufbereitet (Recyclat).
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Einsparung und Vermeidung von Micro-Kunststoff. Von links nach rechts: Kunststoffabfall (Dosenkappen), Kunststoff "gemahlen" (geschreddert), Kunststoff aufbereitet (Recyclat).

Kwasny

Einsparungen und Vermeidung von Micro-Kunststoffen

Der Lacksprayspezialist Kwasny reduziert konsequent den Anteil von Mikro-Kunststoffen bei seinen Produkten. Recyclate helfen, den Kunststoffabfall radikal zu minimieren. 

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind heutzutage bei vielen Firmen ein zentraler Baustein der Unternehmensstrategie, so auch bei der Peter Kwasny GmbH, einem der weltweit führenden Lacksprayhersteller. So verfolgt die Produktentwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren die Richtung, Wasser als alternatives Lösemittel und Treibmittel einzusetzen, das aus dem Klärschlamm gewonnenem Bio-Methanol hergestellt wird.

Nicht nur die Inhaltstoffe des Produktes, sondern auch die Verpackung bieten ein großes Potenzial an Einsparungen und umweltschonenden Alternativen. Seit vielen Jahren sind bei Kwasny recyclebare Weißblechdosen im Einsatz. Aktuell geht es um Einsparungen und Vermeidung von Micro-Kunststoff: Durch eine Umstellung der Dosenkappen wurden in den letzten zwölf Monaten bereits rund 20 Tonnen Plastik eingespart.

Jetzt geht Kwasny im Bereich der Kunststoffeinsparungen noch einen Schritt weiter: Durch den Einsatz von Recyclat aus dem Kunststoffkreislauf und eigenen Recyclingmaßnahmen werden aktuell weitere 60 Tonnen Kunststoff eingespart. Diese setzen sich zusammen aus den 50 Tonnen Recyclat-Umstellungen und 10 Tonnen Recycling von eigenen Kunststoffabfällen, zum Beispiel in wieder einsetzbare Lackstiftteile. Und: Die Ersparnis an Energiekosten und fossilen Rohstoffen, die aus der Reduzierung oder Wegfall der Produktion resultieren, kommen als Umweltaspekte noch hinzu.

Voraussetzungen für die Einsparungen und die Vermeidung von Kunststoff sind die höchsten Qualitätsanforderungen. Diese werden nicht nur an die Produktionsleistung der Maschinen, sondern auch an das Ausgangsmaterial Kunststoff, gestellt. Beim Spritzguss dürfen sich keine Partikel, die den Spritzkanal verstopfen können, bilden.

Der Kunststoff muss über Elastizität, Formbarkeit und über eine gewisse Festigkeit (Steifigkeit) verfügen. Darüber hinaus ist Reproduzierbarkeit gefordert, damit die Kunststoffteile richtig sitzen und sich abnehmen lassen. Unzählige Versuche waren notwendig, um all diese Qualitätsmerkmale als Spezifikation für ein geeignetes Kunststoffrecyclat zu entwickeln. In enger Zusammenarbeit mit den Kunststoffrecyclat-Lieferanten und der hauseigenen Fachabteilung konnten diese Hürden überwunden werden. Der strategische Wille der Verantwortlichen und die hohe Identifikation der eingebundenen Mitarbeiter seien, so das Unternehmen, die treibende Kraft gewesen, diese Ziele zu erreichen.

Fazit: Von den 400.000 Kilogramm Jahresbedarf an Kunststoffen wurden bei Kwasny durch die Verwendung von Recyclat und eigenen Recycling-Maßnahmen im Jahreszeitraum insgesamt 80.000 Kilogramm beziehungsweise 20 Prozent eingespart. Diese 80.000 Kilo­gramm Kunststoff-Rohstoffe ermöglichen ein jährliches Einsparpotential von ca. 120.000 Liter Rohöl und ca. 720.000 Kilogramm C02. Doch damit ist noch nicht Schluss: Die Einsparziele für die nächsten Jahre sind auch schon definiert.

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