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Die Zukunft des Handels, Teil I

Wie Innenstädte sich verändern

Das Lifestyle-Magazin „Lifestyleslab“ führte wegen der aktuellen Lage und den damit einhergehenden Veränderungen der Innenstädte eine repräsentative Studie durch, bei der 949 Teilnehmer aus ganz Deutschland zu ihrem Einkaufsverhalten befragt wurden – die Analyse.
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Steigende Mieten, leere Geschäfte, öde Fußgängerzonen, zu viele Autos – so sieht aktuell die Realität in vielen Innenstädten aus. Fehlen mancherorts nur noch die kugelrunden vertrockneten Büsche, so wie sie durch verlassene Westernstädte fegten. Die Dynamik in den Städten hat sich verändert. Doch wie steht es um die Zukunft der deutschen Innenstädte? Und wie steht es um den stationären Handel?

Dass der stationäre Handel aktuell leidet, lässt sich aus den Zahlen der Studie klar herauslesen. Nur 13,56 Prozent der Befragten nutzen den stationären Einzelhandel zum Bummeln und Schaufenstershoppen. Nur 7,65 Prozent sehen Shoppen als soziales Ereignis. Doch was wird aus den leerstehenden Geschäften und wie sieht die Zukunft der Innenstädte aus?

Durch die Pandemie hat sich das Kaufverhalten der deutschen Bevölkerung noch stärker verändert. Schon allein, weil das Einkaufen im stationären Handel durch die vielen Einschränkungen und Maßnahmen kaum bis gar nicht möglich war. Hinzu kommt, dass viele Menschen das Einkaufen im Geschäft vermeiden, um einem Infektionsrisiko zu entgehen.

Lifestyles Lab
(Quelle: Lifestyles Lab)

Ein Blick auf die Produktkategorien zeigt, dass seit dem Ausbruch der Pandemie insbesondere Kleidung vermehrt online geshoppt wird, wohingegen Gegenstände des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Getränke oder Körperpflegeprodukte weiterhin vor Ort gekauft werden. Das bestätigt auch die Studie. Die Mehrheit der Befragten (27 Prozent) gehen während der Pandemie nie in Geschäften einkaufen, die nicht den täglichen Bedarf decken. Das Konzept Click & Collect, das während der Pandemie durchaus nützlich war, wurde laut unserer Umfrage von 81 Prozent der Befragten weder vor der Pandemie noch während der Pandemie genutzt. Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) hat auch noch nie Click & Meet genutzt.

Im Jahr 2020 verbrachten die Deutschen (zwischen 16 und 64 Jahre) durchschnittlich 4,5 Stunden pro Tag im Internet. Weltweit sind es sogar fast sieben Stunden täglich. Besonders beliebt sind Streaming-Dienste, soziale Medien und auch Onlineshopping. Im Jahr 2018 haben schätzungsweise 1,8 Milliarden Menschen weltweit online eingekauft. Die E-Commerce-Umsätze beliefen sich im gleichen Jahr auf 2,8 Billionen US-Dollar. Zwei Jahre später, im Jahr 2020, stieg der weltweite Umsatz im Online-Einzelhandel sogar auf bis zu 4,8 Billionen Dollar an. Aber was macht Onlineshopping so beliebt?

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