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Logistische Schwerst­arbeit

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Die vor Ihnen liegende Ausgabe des Fachmagazins diy wird von einem starken Berichtsteil „Logistik und Warenwirtschaft“ geprägt. Beide Begriffe prägen meine Arbeit beim Dähne Verlag, seitdem ich dort Mitte 1999 angefangen hatte. Die Standortexpansion der Baumarktbetreiber im In- und Ausland, die damit verbundenen termin- und mengengerechten Lieferanforderungen an die Hersteller, das Management der anfallenden riesigen Warenmengen (die richtige Ware zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Menge am richtigen Ort), das bisher nicht ausgeschöpfte Einsparpotenzial bei den Logistikkosten, das alles begleitet mich seit über 20 Jahren.

Und es ist ja im Laufe der Zeit beileibe nicht einfacher, sondern noch viel komplexer geworden. Durch die stetig wachsende Bedeutung des Global Sourcing und den Boom des E-Commerce sowie durch die Beschleunigung der Digitalisierung und den enormen Zeit- und Kostendruck hat sich die Notwendigkeit aller Marktteilnehmer, auf die neuen Gegebenheiten zu reagieren, noch einmal signifikant verschärft.

Das Fatale ist, dass der tatsächliche Spielraum für alle häufig von denjenigen bestimmt wird, die eigentlich gar nicht richtig mitspielen und die sich meistens außerhalb des Spielfeldes tummeln. Da ist zuerst einmal ein Virus, das durch seine weltweit so schnelle Verbreitung zu massiven staatlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Maßnahmen geführt hat, die in der Regel (mit wenigen Ausnahmen wie für die Baumärkte 2021 in Deutschland) kontraproduktiv für viele Branche waren. Und „on the top“ und mit unterschiedlichen zeitlichen Verzögerungen kamen dann noch logistische Engpässe in Fernost, aber auch bei uns, Container- und Fahrermangel, extreme Steigerungen der Frachtkosten sowie in vielen Bereichen ein Mangel an Rohstoffen (Holz, Metalle, Kunststoffe etc.) und Fertigprodukten (Chips etc.) hinzu. Atempausen gab es da für die Logistiker und Warenwirtschaftler in den beiden vergangenen Jahren wenig bis gar nicht – Schwerstarbeit eben.

Umso größer ist die Leistung derjenigen zu werten, die in letzter Zeit mit all diesen Problemen zu tun hatten und die versucht haben, ein Mindestmaß an Struktur und Ordnung aufzubauen. Ich kann ihnen wenig Hoffnung machen, dass die Belastung in den nächsten beiden Jahren geringer wird. Sowohl der Coronavirus…

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