Das Smart Home soll seinen Bewohnern den Alltag erleichtern, so beispielsweise Beleuchtung, die sich mit verschiedenen Endgeräten steuern lässt. 
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Das Smart Home soll seinen Bewohnern den Alltag erleichtern, so beispielsweise Beleuchtung, die sich mit verschiedenen Endgeräten steuern lässt. 
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Deloitte

Warum so zurückhaltend?

Datenschutzbedenken, fehlende Interoperabilität und eine unübersichtliche Anbieterlandschaft hindern Verbraucher  daran, ihr Zuhause smarter zu machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Deloitte und dem BVDW.   
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Eigentlich ist die Zukunft schon längst da. Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ermöglicht einen Alltag mit intelligent vernetzten Objekten, die das Leben erleichtern und bereichern sollen. Doch längst nicht alles, was technisch bereits möglich ist und auf dem Markt angeboten wird, weckt auch die Begeisterung der Nutzer. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und Deloitte haben für den „Faktencheck Consumer IoT“ untersucht, welche Technologien aus dem IoT bereits den Einzug in die Haushalte geschafft haben und warum Verbraucher an anderen Stellen noch zögern.

„Unsere Befragungen unter rund 2.000 Deutschen im Alter zwischen 18 und 75 Jahren haben gezeigt, dass bereits sieben von zehn Konsumenten mindestens ein IoT-Endgerät nutzen“, erklärt Klaus Böhm, Leiter des Bereichs Media & Entertainment bei Deloitte. „Die Nutzerzahlen nähern sich aber einem Plateau. Eine neue `Killer Hardware`, die den Markt ähnlich wie zuletzt die Smart-TV-Geräte beflügelt, ist derzeit nicht in Sicht. Geht man ins Detail, zeigen sich in den einzelnen Anwendungsgebieten von IoT aktuell sehr unterschiedliche Entwicklungen und Reifegrade“, führt er aus.

 

Smart Home: Potenzial in der Nische

Der spannendste Anwendungsbereich für Consumer IoT ist laut Deloitte das Smart Home. Die Heizung auf dem Heimweg per App einschalten, in einem warmen Zuhause ankommen und dabei noch Energie sparen, das smarte Türschloss via Fingerabdruck öffnen ohne Sorge, den Schlüssel wieder vergessen zu haben – das sind alles keine Zukunftsvisionen mehr. Trotzdem sind die Deutschen dabei noch zurückhaltend und setzen bisher vor allem auf Einzellösungen, wie die Studienergebnisse zeigen. So nutzen 8 Prozent der Befragten smarte Lichtsysteme, 6 Prozent haben vernetzte Sicherheitskameras oder Haushaltsgeräte, die sich per App steuern lassen, 5 Prozent setzen auf smarte Thermostate und 4 Prozent auf vernetzte Rauchmelder.

Die Zahlen zeigten deutlich, dass das Smart Home trotz eines mehr oder weniger kontinuierlichen Wachstums in den vergangenen Jahren noch nicht im Mainstream angekommen ist, unterstreicht Deloitte. Die Forscher identifizierten drei große Hindernisse: Bisher fehlt die Inter­operabilität, Smart-Home-Hubs, mit denen verschiedene Smart-Home-Elemente verknüpft und zentral gesteuert werden können, werden kaum angenommen. Zweitens sehen sich Nutzer mit einer fragmentierten, unübersichtlichen Anbieterlandschaft konfrontiert und es gibt bislang keine zentralen Anlaufstellen für integrierte…

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