Laura Rinn
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Man mag das böse C-Wort kaum aussprechen. So sehr, wie die Corona-Pandemie die vergangenen eineinhalb Jahr dominiert hat, ist es angenehmer, sie in den Hintergrund zu rücken. Doch will man die aktuelle Marktsituation mit Blick auf das Thema Nachhaltigkeit betrachten, kommt man um das Virus nicht herum. Denn bei all dem Leid, dass es mit sich brachte, gab es vielen Bereichen unseres täglichen Lebens doch einen Schub und veränderte die Art und Weise, wie wir das Jetzt und unsere Zukunft betrachten. Neben der Digitalisierung, die mit am meisten von dem Wandel profitiert hat, gewann auch die Natur stark an Bedeutung. So zieht es beispielsweise immer mehr Menschen aufs Land. Das mag zum einen der vermehrten Möglichkeit zum Homeoffice geschuldet sein, zum anderen wirkt das Leben abseits der urbanen Zentren als Gegenpol zur lauten und schnelllebigen Stadt. Das eigene Heim dient als Rückzugsort, in dem die Bewohner Erholung finden und Projekte in die eigenen Hände nehmen können. Das wird umso wichtiger in einer Zeit, in der vieles undurchsichtig scheint. Wer etwas selbst herstellt, weiß, was in dem Produkt enthalten ist und unter welchen Bedingungen es gefertigt wurde. Den gesamten Weg der Entstehung einer Ware transparent zu machen, wird in einer globalisierten Welt mit scheinbar endlos langen Lieferketten erschwert. Und doch ist es wichtig zu wissen, welche Inhaltstoffe man konsumiert und welche Auswirkungen der Konsum auf den Rest der Welt hat. In einer Umfrage von Inriver, einem Anbieter im Bereich Product Information Management (PIM), betonten 71 Prozent der Befragten, dass detaillierte Informationen über die Nachhaltigkeit eines Produkts die Wahrscheinlichkeit erhöhten, dass sie es kaufen. 58 Prozent überdenken den Studienergebnissen zufolge ihr Kaufverhalten zugunsten nachhaltiger Produkte, wenn Händler vollständige Transparenz zum sogenannten ökologischen Fußabdruck eines Produkts liefern. 

Der gestiegene Wunsch nach Transparenz ist auch in der DIY- und Gartenbranche zu spüren. So gaben beispielsweise in einer Studie von Konzept & Markt und dem Dähne Verlag 55 Prozent der befragten Baumarktkunden an, sie fühlten sich zum Thema Wohngesundheit nicht ausreichend informiert. Dabei sehen sie vor allem die Hersteller (30 Prozent) sowie Baumärkte (29…

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