Alternative zur Zeitungsbeilage

Immer wieder samstags: In Hamburg und Hannover bringt der Briefträger einmal die Woche Prospekte zusammen mit einer TV-Zeitschrift von der Post. Die Zeitungsverleger beschweren sich

Zur Beilagenwerbung in Zeitungen und Anzeigenblättern könnte sich eine bundesweite Alternative anbahnen. Die Deutsche Post AG verteilt unter dem Produktnamen „Einkauf aktuell“ über die Briefträger in Hamburg und Hannover Prospektmaterial zusammen mit einer selbst verlegten Fernsehzeitschrift. Die jeweils bis zu acht Prospekte, die zusammen mit der Zeitschrift eingeschweißt sind, landen in der Regel einmal pro Woche am Samstag in allen Briefkästen. Auch mehrere Baumarktunternehmen wie zum Beispiel Toom haben diese Werbeform bereits getestet. Aufgrund positiver Rückmeldungen ihrer Kunden will die Post dieses Angebot auf weitere Ballungsräume ausdehnen. Bis Jahresende könnten drei neue Gebiete hinzukommen, sagte eine Sprecherin der Post. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) haben dagegen beim Bundeskartellamt Beschwerde eingelegt. Die Post biete die Dienstleistung zu Preisen an, die bei weitem nicht kostendeckend seien, und subventioniere das Beilagengeschäft durch die Einnahmen aus der monopolgestützten Briefzustellung, so die Begründung.
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