Obi zieht sich aus China zurück

27.04.2005
Standorte werden an Kingfisher verkauft; Konzentration auf Russland, Tschechien, Polen, Italien und die Schweiz

Der Aufsichtsrat der Obi AG hat beschlossen, den Expansionskurs in den kommenden Jahren verstärkt auf die europäischen Länder auszurichten. Vor allem Russland, Polen, Tschechien, Italien und die Schweiz werden zukünftig als potenzielle Wachstumsmärkte eine zentrale Rolle in der Expansionspolitik einer der führenden Marken im europäischen DIY-Handel spielen. Aus China wird sich die Obi AG in den kommenden Monaten zurückziehen. „Unsere international strategische Ausrichtung mit Blick auf einen gezielten und effizienten Einsatz unserer Ressourcen macht diesen Schritt erforderlich“, so Sergio Giroldi, CEO der Obi AG. Die Obi Asia Holding, die die Aktivitäten des Unternehmens in China bündelt, wird an die britische Kingfisher Holding übergehen. Die Transaktion wird in der zweiten Jahreshälfte 2005, die Zustimmung der örtlichen Ministerien vorausgesetzt, wirksam.
Seinen ersten chinesischen Markt eröffnete Obi im Jahr 2000 im Wuxi. Seither hat das Unternehmen seine erfolgreiche Expansionspolitik in China weiter vorangetrieben. Kingfisher wird im Rahmen der Transaktion alle Obi- Märkte in China sowie die Zentrale in Shanghai übernehmen. Obi’s Sourcing-Aktivitäten in Fernost werden von diesem Deal nicht berührt. Das Unternehmen hat ebenfalls angekündigt, die rund 2000 Mitarbeiter weiterzubeschäftigen. Die britische Baumarktkette B&Q betreibt derzeit ein Netz von 22 Märkten in China.
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