Rohstoffpreise werden weiter steigen

04.07.2007
Die Schadholzmengen nach dem Orkan Kyrill bringen nur eine vorübergehende Entspannung auf dem Rohstoffmarkt

Deutliche Tariferhöhungen, steigende Energiepreise, schnell steigende Preise der Zulieferer für die Möbelindustrie auf der einen Seite und die andauernde Niedrigpreispolitik des dominierenden Möbelhandels auf der anderen Seite, führten bei einigen Möbelherstellern zu einer prekären Ertragslage. Wie der VHI mitteilt, verweisen die Hersteller von Span- und Faserplatten auf die im letzten Jahr rasant gestiegenen Holzpreise. Steigerungen von über 50 Prozent bei Industrieholz und über 90 Prozent bei den vor allem für die Spanplattenindustrie wichtigen Sägespänen wurden verzeichnet. Dr. Peter Sauerwein, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Holzwerkstoffindustrie (VHI) in Gießen, weist darauf hin, dass Hauptursache dieser Holzpreiserhöhungen die gestiegene Nachfrage nach dem vom Staat geförderten Brennholz sei. Was die weiteren Preisentwicklungen der Rohstoffe anbelangt, so der VHI, zeichnet sich bei Holz nur eine vorübergehende Entspannung, bedingt durch die Schadholzmengen nach dem Orkan Kyrill, ab. Auch bei Energie und Bindemitteln hält der Preisanstieg, wenn auch abgeschwächt, weiterhin an. Die Hersteller der im VHI organisierten Unternehmen erwarten schon ab Herbst wieder anziehende Holzpreise. Auch die Preise weiterer Rohstoffe zur Plattenherstellung wie Melamin ziehen aktuell an. Als Rohstoffverarbeiter versucht die Holzwerkstoffindustrie die Preissteigerungen durch Effizienzsteigerungen zu kompensieren. Dies wird aber weiterhin nur zu einem gewissen Maß möglich sein.
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