Entwarnung

14.12.2007
Das neue Glashaus-Konzept von Ikea ist kein Gartencenter und will auch keines sein. Allerdings ist das Pflanzensortiment erheblich gewachsen. Am Dienstag eröffnen die beiden Pilotstandorte Oldenburg und Rostock

Das neue Glashaus-Konzept Ikea ist kein Gartencenter. Der Möbelriese eröffnet am kommenden Dienstag, 18. Dezember 2008, in Oldenburg und Rostock die weltweit ersten beiden Häuser mit einem Glasanbau. Er hat dort zwar das Sortiment um 400 Produkte verstärkt und dabei den Schwerpunkt auf lebendes Grün gelegt; allein 200 vor allem größere Pflanzen sind hinzugekommen, aber auch großvolumigere Pflanzgefäße sowie Schnittblumen. Doch das Einrichtungshaus bietet auch weiterhin keine für Ikea neuen Zusatzprodukte wie beispielsweise Erden oder Geräte an. Auch das Sortiment an Gartenmöbeln ist nicht gewachsen. "Es geht uns nicht darum, ein Gartencenter aufzumachen oder Gartencentern Konkurrenz zu machen", stellte Helga Klinkert klar, die im Gesamtkonzern für das Glashauskonzept zuständig ist. Es gehe dem Unternehmen dabei vielmehr um das Thema Heimeinrichtung auch mit Pflanzen. Einbezogen sind Terrasse, Balkon und Wintergarten, nicht aber der Garten im eigentlichen Sinn.
Der von Thermoflor errichtete Glasanbau hat eine Fläche von rund 2.300 m² und ist vor allem von der lichtdurchlässigen Fassade geprägt. Das Dach ist nur teilweise aus Glas. Man will die hellen Räume nutzen, um verschiedene Sortimentsbereiche in einem natürlichen Licht zu präsentieren. Insgesamt verfügt das neue Möbelhaus in Oldenburg über eine Bruttogeschossfläche von 36.800 m². Das Gelände ist rund 100.000 m² groß und bietet 2.300 Parkplätze. Das Unternehmen hat 43 Mio. € in sein 42. Einrichtungshaus in Deutschland investiert.
Im kommenden Jahr soll das Konzept auch an den italienischen Standorten Turin und Triest getestet werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass später bestehende Standorte mit Glashäusern nachgerüstet werden.
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