Baustoff-Fachhandel stark im Umsatzminus

30.01.2008
Rückgang im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent zurück; Wohnungsbau offenbart sich als "Sorgenkind"

Trotz positiven Auftakts in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres musste der Baustoff-Fachhandel im Jahr 2007 insgesamt einen Dämpfer hinnehmen. Das zeigt die Blitzumfrage unter den Mitgliedsfirmen des Bundesverbands Deutscher Baustoff-Fachhandel e. V. (BDB), Landsberg, zu Jahresbeginn. Danach erzielten die bundesweit 919 Unternehmen an den insgesamt 2.169 Betriebsstätten 5,4 Prozent weniger Umsatz als im Jahr 2006. Ursache dafür war laut BDB-Präsident Max Schierer in erster Linie der einbrechende Wohnungsneubau. Dabei hatte der Umsatz mit Privatkunden unter der Neubauflaute am stärksten zu leiden. Ein Minus von neun Prozent stand am Jahresende zu Buche. Das Geschäft mit gewerblichen Kunden ging mit - 4,3 Prozent weniger stark zurück. Wie der Blick auf die regionale Entwicklung zeigt, mussten die Baustoff-Fachhändler in Hessen (- 8,7 Prozent) die deutlichsten Umsatzrückgänge hinnehmen. Mit Bayern (- 7,4 Prozent) und Baden-Württemberg (- 5,2 Prozent) waren aber auch zwei Länder signifikant betroffen, in denen der Eigenheimbau eine traditionell große Rolle spielt. Dagegen kamen Rheinland-Pfalz (- 2,1 Prozent), Hamburg (- 2,9 Prozent) und Schleswig-Holstein (- 3,5 Prozent) glimpflicher davon. Die aktuelle Stimmung in der Branche ist nach Verbandsangaben geteilt. Während die Hälfte der Händler zuversichtlich auf 2008 blicke, erwarte jeder Zweite für sein Unternehmen eine bestenfalls ausreichende Entwicklung.
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