Deutsche Baumärkte legten 2011 kräftig zu

06.03.2012
Bei Verkaufsfläche und Umsatz kräftig zulegen konnten im vergangenen Jahr die 20 größten deutschen DIY-Unternehmen mit ihren in- und ausländischen Märkten. Insgesamt haben diese Unternehmen 2011 ihre Gesamtverkaufsfläche nach Zu- und Abgängen um 3,0 Prozent (550.000 m²) erhöht.

Da ihr Umsatz im gleichen Zeitraum um 1,1 Mrd. € (= 3,9 Prozent) auf über 29,4 Mrd. € (2010: 28,3 Mrd. €) wuchs, ergibt sich für die 20 größten DIY-Unternehmen 2011 mit ihren in- und ausländischen Märkten ein flächenbereinigtes Umsatzplus von 0,9 Pro-zent. Dies sind Zahlen, die der Dähne Verlag, Ettlingen, auf seiner jährlichen Baumarktstatistik-Pressekonferenz im Rahmen der diesjährigen Internationalen Eisenwarenmesse in Köln am Montag bekannt gab. Der Dähne Verlag hat sich u. a. als Fachverlag für die nationale und internationale Baumarktbranche einen Namen gemacht. Der Deutschlandumsatz dieser 20 größten Unternehmen wuchs 2011 um rund 3,2 Prozent (21,02 Mio. €, 2010 20,37 Mio. €). Da die deutsche Baumarktverkaufsfläche der Top 20 im Vergleichszeitraum um 1,5 Prozent (220.000 m²; 2011 14,59 Mio. m², 2010 14,37 Mio. m²) wuchs, errechnet sich für die 20 größten DIY-Unternehmen in Deutschland 2011 ein flächenbereinigter Umsatzanstieg von 1,6 Prozent. Die rein inländische Flächenleistung der „Top 20“ stieg von 1.418 € auf 1.441 € (+23 €). Die Gesamtverkaufsfläche aller deutschen Baumärkte umfasste im vergangenen Jahr 18,983 Mio. m². Multipliziert man diese Gesamtverkaufsfläche mit der Durchschnittsflächenproduktivität der „Top 30“ von 1.539 €, so errechnet sich ein Gesamtumsatz sämt-licher deutscher Bau- und Heimwerkermärkte von 29,2 Mrd. €. Damit erhöhte sich der Inlandsumsatz 2011 um 500 Mio. € (+1,7 Prozent). Addiert man dazu die rund 8,6 Mrd. € Auslandsumsatz der deutschen Baumarktbetreiber, so erzielten 2011 sämtliche in- und ausländischen Märkte deutscher DIY-Handelsunternehmen einen Gesamtumsatz von 37,8 Mrd. € (2010 36,68 Mrd. €); sie konnten damit also um 3,1 Prozent zulegen. Die zehn größten Unternehmen erreichten wie in den beiden Vorjahren 94 Prozent des Gesamtumsatzes der „Top 20“. Dabei konnten sie ihre Flächenproduktivität von 1.544 € (2010) auf 1.567 € (2011) steigern. Bei den Umsatzzuwächsen des vergangenen Jahres gegenüber 2010 führt Obi mit einem Jahresumsatzplus von 352 Mio. € (+ 5,5 Prozent) vor Bauhaus mit plus 310 Mio. € (+ 7,0 Prozent); danach folgen Hornbach mit plus 180 Mio. € (+ 5,4 Prozent) sowie Zeus mit plus 123 Mio. € (+ 4,9 Prozent). Massiv verloren hat dagegen Praktiker. Das Unternehmen setzte 2011 insgesamt 261 Mio € (- 6,6 Prozent) weniger um als noch 2010.
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