Aufbruch trotz Einbruch – und bald Durchbruch?

Der Umsatz des Praktiker-Konzerns ist im ersten Quartal um zehn Prozent eingebrochen, im Ausland stärker als im Inland. Ein großer Teil soll jetzt aber aufgeholt werden. Für 2014 werden schwarze Zahlen in Aussicht gestellt

Der Umsatz des Praktiker-Konzerns ist im ersten Quartal des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,4 Prozent auf 570,1 Mio. € eingebrochen. Auf gleicher Fläche betrug das Minus 8,8 Prozent. Nicht einbezogen sind jeweils das Geschäft in der Türkei und Luxemburg; aus diesen Ländern zieht sich das Unternehmen zurück. Das operative Ergebnis hat sich auf einen Verlust von 91,7 Mio. € (erstes Quartal 2013: 59,1 Mio. €) verschlechtert. Der Umsatzrückgang ist überwiegend auf den Monat März mit seiner langen Kälteperiode zurückzuführen, hieß es dazu auf einer Pressekonferenz. Während der Januar und der Februar in Deutschland noch auf Vorjahresniveau lagen, wurden im März nur vier Fünftel des Vorjahresumsatzes erzielt. Insgesamt hat der Umsatz in Deutschland um 9,9 Prozent (flächenbereinigt: -7,7 Prozent) auf 457,7 Mio. € abgenommen. Die Umsatzverteilung auf die Vertriebslinien ist von der fortlaufenden Umstellung von Praktiker-Märkten auf die Marke Max Bahr geprägt. Während der Umsatz bei Praktiker um 25,4 Prozent zurückging, erhöhte er sich bei Max Bahr um 22,0 Prozent. Die Umstellung zeigt der Darstellung zufolge die erhoffte Wirkung. So hat die Rohertragsmarge an den seit Herbst 2012 umgestellten Märkten das Niveau der Bestandsmärkte von Max Bahr erreicht. Noch stärker als im Inland schrumpfte der Umsatz im Ausland. Mit 112,4 Mio. € – ohne die Türkei und Luxemburg – lag er um 12,5 Prozent (flächenbereinigt 12,9 Prozent) unter dem Vergleichswert des Vorjahres. In der Türkei sind die Umsätze um 19,5 Prozent auf 14,8 Mio. € zurückgegangen, in Luxemburg um 8,8 Prozent auf 7,6 Mio. €. Wie der Vorstandsvorsitzende Armin Burger vor der Presse und Analysten betonte, verändert der Vorstand seine Erwartungen für das Gesamtjahr nicht. Er zeigte sich davon überzeugt, „dass wir im zweiten Quartal einen Großteil dessen, was wir an Umsatz verloren haben, wieder aufholen können“. Er nannte das Jahr 2013 „das Jahr der Neupositionierung und des Aufbruchs“ und 2014 „das Jahr des Durchbruchs und des Aufschwungs“. Der Konzern will dann, so seine Erwartung, wieder schwarze Zahlen schreiben. Zu den angekündigten Maßnahmen gehört auch Personalabbau in den Märkten sowie in der Zentrale. Burger gestand ein, dass die Vertriebslinie Praktiker mit seinen erneuten Rabattaktionen „nach eineinhalb Jahren Abstinenz sozusagen ‚wieder auf Droge ist‘“. Für die Zukunft wollte er solche „flexibel einsetzbare, vorsichtig dosierte Umsatztreiber“ wie die Aktionen „20 Prozent auf alles“ nicht ausschließen.
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