Hellweg/Max Bahr

Mögliche „kleine Lösung“ bestätigt

18.10.2013

Der Gläubigerausschuss hat am gestrigen Donnerstag, dem 17.10.2013, beschlossen, die Schlussverhandlungen mit dem Bieterkonsortium um Hellweg zu führen, so Dr. Jens-Sören Schröder, Insolvenzverwalter der 78 Bestandsmärkte von Max Bahr. Schröder geht davon aus, einen Vertragsabschluss bis Ende Oktober zu erreichen. Für die insgesamt 54 ehemaligen Praktiker- und seit 2012 auf Max Bahr umgeflaggten Märkte gibt es jedoch laut Christopher Seagon, Insolvenzverwalter der umgeflaggten Max Bahr- sowie der Praktiker-Baummärkte, bis heute keinen "endverhandelten verbindlichen Vertrag mit einem der verbliebenen Interessenten", der Max Bahr als Ganzes übernehmen und unter dieser Marke fortführen möchte. Auch für die bereits im Leerverkauf befindlichen Praktiker-Standorte gebe es bis heute kein unter insolvenzrechtlichen Aspekten annehmbares Angebot innerhalb einer größeren Lösung unter der Baumarktmarke Max Bahr. Seagon hat deshalb entschieden, die Verhandlungen mit denjenigen Interessenten zu intensivieren, die beabsichtigen, einzelne oder mehrere, allerdings leerverkaufte Märkte zu übernehmen. Wie diese Interessenten mitteilten, beabsichtigen sie diese Märkte im Falle der Übernahme unter ihrer eigenen Marke fortführen. Ein Interesse an der Ware von Max Bahr bestehe daher nicht. Deshalb beginne kurzfristig an allen Standorten der umgeflaggten Max Bahr-Märkte der Leerverkauf. Der genaue Starttermin für den Abverkauf werde lokal bekannt gegeben. Die Praktiker- sowie sieben umgeflaggten Max Bahr ("2") -Märkte befinden sich bereits seit einigen Wochen im Leerverkauf. Die Verhandlungen mit den potenziellen Investoren, die Max Bahr übernehmen und unter dieser Marke auch weiterführen möchten, würden, so Seagon, parallel weiter geführt. "Auch wenn es noch möglich ist, dass umgeflaggte und einzelne Praktiker-Märkte für eine ... größere Lösung unter Max Bahr von einem Investor übernommen werden können, sind die Weichen jetzt in diese alternative Richtung zu stellen, um die Chancen auf eine bestmögliche Lösung für Gläubiger, Vertragspartner, aber auch die Beschäftigten aufrecht zu erhalten", erläutert Seagon. Viele Wettbewerber, die an einzelnen oder mehreren Max Bahr-2-Märkten Interesse bekunden, seien auch an der Übernahme der Beschäftigten interessiert. Ergänzend ist auch bezüglich der umgeflaggten Max Bahr ("2") Märkte vorgesehen, dass den Beschäftigten angeboten wird, in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Dies bedarf aber noch der Vereinbarung mit den zuständigen Betriebsräten und Ver.di. Für viele Standorte gebe es gleich mehrere Interessenten. Seagon geht deshalb davon aus, dass viele Beschäftigte an den jeweiligen Standorten auch künftig einen Arbeitsplatz erhalten können. "Viele dieser Interessenten haben zum Ausdruck gebracht, dass sie nach Einigung mit dem jeweiligen Vermieter auch die dortigen Beschäftigten übernehmen möchten", sagt Seagon. Konkrete Entscheidungen erwartet er im Laufe des Novembers.
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