Herstellerverband Haus & Garten

Neueröffnungswelle setzt DIY-Lieferanten unter Druck

27.01.2014

Die Insolvenz des drittgrößten deutschen Baumarktbetreibers im vergangenen Jahr sei bisher von den betroffenen Lieferanten erfolgreich gemeistert worden, meint der Herstellerverband Haus & Garten (HHG) in einer Pressemitteilung. Der Wegfall eines Abnehmers dieser Größenordnung führe oftmals zu unmittelbaren, notwendigen Anpassungsmaßnahmen und Kostenbelastungen im Bereich Einkauf, Personal und Finanzen. Die befürchteten Anschlussinsolvenzen seien aber im Nachgang zur Praktiker/Max Bahr-Insolvenz bisher weitgehend ausgeblieben.
Für 2014 seien zunächst die mittelbaren Folgen dieser Großinsolvenz von der Industrie zu bewältigen. Die entgangenen Verkäufe für die Zukunft und die nicht mehr zu erzielende Amortisierungen für Einmalkosten (Werbekostenzuschüsse, Aufwand für die Umflaggungen von Praktiker auf Max Bahr, Kosten für kundenspezifische Warenträger, Verpackungen, etc.) setzten die Lieferanten in diesem Jahr unter nachhaltigen Margendruck.
Zudem sehen sich die DIY-Lieferanten von den Handelspartnern, die die insolventen Praktiker- und Max Bahr-Standorte unter eigener Flagge 2014 wiedereröffnen wollen, mit vertraglichen Forderungen nach Neueröffnungskonditionen konfrontiert. Viele Lieferanten werden nach aktueller Einschätzung des Branchenverbandes Haus & Garten in diesem Jahr, je nach Abnehmersituation, bis zu 100 Neueröffnungen (!) abwickeln müssen. Dies fordere von den betroffenen Lieferanten einen enormen Kraftakt im Bereich Finanzierung und Vertrieb. Die Neueröffnungswelle 2014 sei deshalb ein gemeinschaftliches "Investitionsprojekt" in die alten Praktiker- und Max-Bahr-Standorte und in die gemeinsame Zukunft der DIY-Branche, meint der HHG.
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