Innovation durch Kooperation

Kai Kächelein, Hagebau/Zeus
Kai Kächelein, Geschäftsführer Hagebau/Zeus
28.11.2014
Wie funktioniert die Hagebau als Systemgeber? Und: Was macht sie so erfolgreich?

Die Zeus ist als Systemgeber des Hagebau-Einzelhandels Partner der Gesellschafter auf Augenhöhe. Die Entwicklung von Systemen und die Organisation von Systemstringenz ist für die Zeus aus der Struktur der Kooperation heraus eine besondere Aufgabe, der sie sich in einem sehr starken Maße widmet.
Eben dieser Architektur des Franchisesystems aus einer Kooperation heraus ist die Frage geschuldet, die hier zu stellen ist: Wodurch erreicht man die Optimierung von Systemstringenz? Wie kann es in einer latent dezentralen Struktur gelingen, auf aktuelles Marktgeschehen und Kundenbedürfnisse gleichzeitig effektiv und effizient zu rea­gieren?

Kooperation bietet hervorragende Ausgangs­position


Die Gründungsidee der Hagebau beruht auf dem Prinzip, nach dem die gemeinsame Leistungsfähigkeit größer ist als die Summe der Einzelleistungen. Gerade für mittelständische Unternehmen bietet die Hagebau/Zeus, die sich 1979 mit dem Aufbau des Hagebaumarkt-Systems bewusst für die Beibehaltung dieser kooperativen Struktur entschieden hat, eine optimale Basis für die Positionierung am Markt.
Die zunehmende Dynamisierung der Märkte verkürzt Zyklen. Hier ist es für mittelständische Unternehmen unterschiedlicher Größe zielführend, sich über Kooperationen Handlungsmöglichkeiten zu erschließen, die sie allein nicht hätten. Wählt der Unternehmer einen wirtschaftlichen Verbund, wird er in seiner unternehmerischen Eigenständigkeit nicht eingeschränkt. Vielmehr ist es genau diese rechtliche und wirtschaftliche Selbstständigkeit, die ihn zum Träger und Partner der Kooperation und auch so erfolgreich macht.
Diese Struktur ist bei innovativen Systemen und Dienstleistungen, die aus der Hagebau-Zentrale heraus angeboten werden, sowie der Mitbestimmung über verschiedenste Gremien einer der Hauptgründe, warum der Hagebau-Einzelhandel als Systemgeber seit 35 Jahren erfolgreich am Markt ist.

Komplexe Struktur - nachhaltige Entwicklung


Von außen betrachtet ist die Eigenständigkeit unserer Gesellschafterhäuser genau der Aspekt, der vermuten lässt, dass Innovationen und Entwicklungen langsamer vonstattengehen und Umsetzungsphasen deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als in Filialsystemen.
Unsere Franchisenehmer sind nicht Inhaber einer Konzession, sondern als Gesellschafter gleichzeitig auch Inhaber des franchisegebenden Systems, dem sie angeschlossen sind - der Hagebau.
Da unsere Gesellschafter über zahlreiche Beratungs- und Beschlussgremien mitbestimmen, sind alle Bezugsgruppen und Know-how-Träger in die Gesamtentwicklung eingebunden. Strategische Weiterentwicklung ist damit nicht das Thema einer Zentrale und eines Managements aus dem Verwaltungssitz eines Unternehmens heraus, sondern immer auch eine Gemeinschaftsleistung.
Tatsächlich führt der Austausch zwischen unseren Gesellschaftern in Gremien und der Zentrale Kompetenzen zusammen und schafft Synergien der Marktbeobachtung und -entwicklung.
Schon dem Grunde nach gehen daher die Zweifel an Effizienz und Effektivität der Kooperationsleistung fehl. Die Komplexität der Struktur bedeutet nicht schleppende Langsamkeit und Kampf um Systemtreue. Stetes Zusammenwirken der Zentrale und der Gesellschafter ist die Basis für die Entwicklung der Systeme. Die Evolution des Hagebau-Einzelhandels gründet auf einem stabilen, innovativen Kompetenzfeld.

Kernziel: Rentabilität


Wie jedes Einzelunternehmen ist die Hagebau/Zeus mit sämtlichen Dienstleistungen auf Ren­tabilität der Gesellschafterhäuser ausgerichtet. Nur wenn die Gesellschafterhäuser rentabel sind und gesund wachsen, ist die Hagebau/Zeus in der Lage, selbst wirtschaftlich zu funktionieren. Wirtschaftlichem Nutzen und Verantwortung für bilanziell positive Wertschöpfung kommt hierdurch eine ganz andere Bedeutung zu.

Innovative Dienstleistung


Dieser Bedeutung wird die Hagebau/Zeus gerecht, indem die Sortimente und Systeme, die den Gesellschaftern zur Verfügung gestellt werden, eng an deren Bedürfnissen entwickelt werden. Dabei werden Märkte einerseits und beispielsweise Einkaufsbedingungen andererseits berücksichtigt.
Dadurch, dass die Hagebau/Zeus-Zentrale die für den Handel in der DIY-Branche relevanten Aspekte permanent analysiert und die konkreten Bedarfe am Markt durch ihre eigenen Gesellschafter unmittelbar im Blick hat, ist eine erfolgreiche Kooperation und damit Unternehmensentwicklung gesichert. So ist der Hagebau-Einzelhandel als Systemgeber der Coach und die Exekutive der Gesellschafter zugleich.

Impulse durch Dialog


Auch in der Entwicklung der Systeme und aller weiteren Dienstleistungen sind der Austausch und das Netzwerk innerhalb der Kooperation die optimale Basis, um auch morgen innovativ zu sein. Viele Impulse entstehen durch Dialog. Eben dieser Austausch ist einer der Erfolgsfaktoren des Verbundes: Hierdurch fließen permanent unterschiedliche Perspektiven in Prozesse ein, die einen deutlichen Mehrwert gegenüber der reinen Wettbewerbsanalyse haben.

Regional verankert


Schließlich ist die Regionalität wesentlicher Bestandteil der Philosophie der Hagebau/Zeus als Systemgeber einerseits und der Kooperationsstruktur andererseits. Die regionale Verankerung unserer Gesellschafter ist - neben dem prägenden Servicegedanken - Ausgangspunkt für Identität und Identifikation: Die Kunden unserer Gesellschafter kaufen eben gerade nicht bei einer anonymen Marke ein, sondern bei einem Unternehmer vor Ort.
Was vor 50 Jahren visionäre Gründungsidee der Hagebau war und sich mit der Eröffnung des ersten Hagebaumarktes in Kehlheim 1979 für den Hagebau-Einzelhandel manifestierte, wird auch in Zukunft tragen: Leistung durch Gemeinschaft.
Hagebau-Zentrale in Soltau
Das „Zentrum der Kooperationsmacht“: die Hagebau-Zentrale in Soltau.
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