Umfrage

Kunden für Werbung des Handels offen

Beim Einkauf im Geschäft vor Ort finden 43 Prozent der deutschen Verbraucher nur gelegentlich Angebote, die ihren individuellen Wünschen entsprechen. Besserung erwartet die Mehrheit von einer gezielteren Kommunikation des stationären Handels mit den Kunden. Knapp 70 Prozent der Verbraucher fänden es positiv, von den Geschäften verstärkt mit maßgeschneiderten Offerten angesprochen zu werden. Das zeigt die Umfrage "Marketing und IT 2015" des IT-Dienstleisters CSC (Computer Science Corporation).
Im Vergleich zu anderen Branchen stehen die Bundesbürger der Verkaufsansprache durch den Handel sehr offen gegenüber. Mehr als zwei Drittel geben den Geschäften vor Ort grünes Licht, durch verstärkten Kundenkontakt die Einkaufswünsche besser zu erfüllen. Zum Vergleich: Bei Banken und Versicherungen fällt die Zustimmungsquote um rund zwanzig Prozentpunkte geringer aus. Die Kritik an der Werbung wird darüber hinaus branchenübergreifend noch deutlich negativer geäußert. Aktuell bemängeln 80 Prozent der Befragten, zu viel Werbung zu bekommen, die nicht zu ihnen passt.
Neben den elektronischen Kanälen sollte der stationäre Handel die klassischen Wege der Kundenansprache im Fokus behalten. Denn viele Befragte wünschen sich den persönlichen Kontakt direkt vor Ort in der Filiale (24 Prozent), per Brief (23 Prozent) oder E-Mail (30 Prozent). Ein rotes Tuch ist für die Verbraucher dagegen das Telefon. Nur ein Prozent der Befragten wollen gerne vom Betreiber eines Geschäfts angerufen werden.
CSC betont - dem eigenen Geschäftsmodell entsprechend - die Bedeutung der "lückenlosen Kontaktkette zum Verbraucher - also einer Omni-Channel-Strategie". Dafür werden beispielsweise die Daten aus dem Online-Kontakt zum Kunden mit den Informationen vom Filialbesuch und der Kaufhistorie vernetzt. Mit Shopping-Apps wie beispielsweise Shopkick lassen sich Statistiken zu den Kundenzahlen elektronisch erstellen. Der Ladenbesuch des App-Nutzers wird mit Sonderangeboten und Bonuspunkten belohnt.
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