Österreich und Tschechien

Der Baumax-Verkauf ist endgültig abgeschlossen

Baumax-Alleinvorstand Michael Seidel ist vor zwei Jahren ins Unternehmen gekommen und wird die Abwicklung der Gruppe in den nächsten zwölf bis 24 Monaten begleiten.Bildunterschrift anzeigen
Baumax-Alleinvorstand Michael Seidel ist vor zwei Jahren ins Unternehmen gekommen und wird die Abwicklung der Gruppe in den nächsten zwölf bis 24 Monaten begleiten.
28.12.2015

Der Verkauf von Baumax ist jetzt auch formal abgeschlossen. Das so genannte Closing sowohl für die Verkäufe in Tschechien als auch in Österreich ist in der Woche vor Weihnachten über die Bühne gegangen. Damit wurden, wie das Unternehmen betont, eine Insolvenz vermieden, rund 80 Prozent der Arbeitsplätze erhalten und der größte Teil der Verbindlichkeiten erfüllt.
In Österreich hat das Immobilienunternehmen Supernova 56 österreichische Baumax-Immobilien gekauft. Sie werden bereits seit November von Obi (49 Standorte), Hagebau (sechs Standorte) und Hornbach (ein Standort) betrieben. Die neun restlichen Märkte wurden geschlossen.
In der Tschechischen Republik hat Obi vier der 22 bestehenden Märkte übernommen; die restlichen 18 Märkte wurden an das polnische Handelsunternehmen Cesko übergeben.
Als größter Erfolg wertet es Alleinvorstand Michael Seidel, dass fast alle Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten, Partnern und Mitarbeitern erfüllt wurden und die Banken einen großen Teil Ihrer Kredite zurückerhalten haben. Außerdem wurde erreicht, dass in Österreich 3.000 von 3.800 Beschäftigten direkt von den neuen Betreibern übernommen wurden. Baumax hat 7,5 Mio. € in das freiwillige Sozialpaket investiert - das entspricht einer Starthilfe-Leistung von durchschnittlich etwa 7.000 bis 8.000 € pro Mitarbeiter. Von den 800 Mitarbeitern, die in Österreich nicht direkt von neuen Betreibern übernommen wurden, hat den Angaben zufolge bereits rund die Hälfte einen neuen Arbeitsplatz gefunden.
Begleitet wurden die Verhandlungen von der Wirtschaftskanzlei Dorda Brugger Jordis und den Unternehmensberatungen Deloitte und Roland Berger.
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