Nach Rückgängen

Markt für Blumen und Zierpflanzen dürfte 2016 Rekordvolumen erreicht haben

Das Segment der grünen Zimmerpflanzen hat erstmals seit Jahren wieder ein Umsatzplus zu verzeichnen.Bildunterschrift anzeigen
Das Segment der grünen Zimmerpflanzen hat erstmals seit Jahren wieder ein Umsatzplus zu verzeichnen.
24.01.2017

Nachdem der Markt für Blumen und Zierpflanzen und auch die grüne Branche in den vergangenen Jahren immer wieder mit rückläufigen Einkaufsmengen oder sinkenden Preisen zu kämpfen hatte, scheint sich für 2016 ein Rekord anzukündigen. Nach Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) auf Basis der ersten neun Monate des Jahres 2016 steuert das Marktvolumen auf 8,7 Mrd. € (zu Einzelhandelspreisen) zu. Das wäre ein Wachstum von gut zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei einige Segmente deutlich stärker wachsen als der Gesamtmarkt.
Die Pro-Kopf-Ausgaben werden wohl knapp 107 € erreichen. Die Zunahme in den Ausgaben zeigen sich vor allem bei Zimmerpflanzen, die auf 19 € zulegten und schon seit einiger Zeit als schwieriges Sortiment gelten. Beet- und Balkonpflanzen erreichten die Marke von 22 € knapp. Schnittblumen, als größtes Marktsegment konnten ihre gut 37 € ebenso stabil halten wie Stauden (sechs €), Gehölze (17 €) und Blumenzwiebeln (drei €).
Im Vorjahresvergleich ergibt sich für alle Segmente Wachstum. Allerdings gibt es einige, die weniger stark wachsen als der Gesamtmarkt. Zu den Gewinnern gehören Kräuter, Gehölze und Stauden zum wiederholten Mal, während bei grünen Zimmerpflanzen mit einem Vorjahresplus von knapp vier Prozent (0,4 Mrd. €) erstmals seit Jahren wieder Zuwächse zu verzeichnen sind.
Das Marktsegment der Kräuter wuchs mit einem Vorjahresplus von gut fünf Prozent am stärksten und erreichte so ein Volumen von 0,2 Mrd. €. Gehölze steigerten ihr Marktvolumen um knapp vier Prozent auf gut 1,4 Mrd. €. Die Segmente Stauden und Blumenzwiebeln erzielten beide Steigerungsraten von gut drei Prozent, was bei Stauden zu einem Marktvolumen von 0,5 Mrd. € und bei Blumenzwiebeln von knapp 0,3 Mrd. € führt. Schnittblumen, blühende Zimmerpflanzen sowie Beet- und Balkonpflanzen entwickelten sich unterdurchschnittlich. Mit einem Plus von jeweils knapp zwei Prozent erreicht das Marktvolumen der Schnittblumen gut drei Mrd. €, das der blühenden Zimmerpflanzen rund 1,1 Mrd. €. Die Beet- und Balkonpflanzen bilden bei den Steigerungsraten für 2016 das Schlusslicht. Mit einem Wachstum von weniger als einem Prozent wird das Marktvolumen von 1,8 Mrd. € knapp verfehlt.
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Das neue Abo: Print – Digital – Online
Jetzt gratis testen
diy - Das Fachmagazin für die Do-it-yourself-Branche
Lesen Sie auch