Handelskonflikt

EU plant Einfuhrzoll auch auf Weber-Grills

Die EU-Kommission plant Einfuhrzölle auf amerikanische Grills.
Die EU-Kommission plant Einfuhrzölle auf amerikanische Grills.
08.03.2018

Als Reaktion auf die vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump angedrohten Strafzölle auf Stahl und Aluminium, die er wahrscheinlich heute verkünden wird, hat die Generaldirektion Handel der Europäischen Kommission, so die Tageszeitung "Die Welt", ihrerseits eine Liste mit rund 200 Artikeln erstellt, auf die die EU gegebenenfalls Einfuhrzölle erheben will. Insgesamt wären US-Waren im Wert von über 2,8 Mrd. Euro davon betroffen.
Neben den vier bekannten Beispielen Bourbon Whiskey, Erdnussbutter, Orangensaft und Harley-Davidson-Motorräder stehen auch Grills wie die bekannten Gas-Grills von Weber-Stephen sowie Leitern und Klimaanlagen auf der Zollliste der EU. Auf diese Produkte könnte ein Einfuhrzoll von bis zu 25 Prozent erhoben werden, was zu erheblichen Preissteigerungen führen könnte. Die aktuelle Liste der EU beruht großteils auf einer Einfuhrzollliste aus den Zeiten der Präsidentschaft von George W. Bush, als schon einmal ein Handelsstreit mit den USA drohte.
Die unmittelbaren Auswirkungen für Weber-Stephen scheinen für das laufende Jahr jedoch noch überschaubar zu sein. Erstens wurden aufgrund des wirtschaftlichen Erfolges der EMEA-Region des Unternehmens bereits nicht unerhebliche Produktionskapazitäten nach Europa verlagert, zweitens liegt der größte Teil des für 2018 geplanten Abverkaufs bereits in Europa auf Lager.
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