Branchenreport

Online-Umsatz im DIY-Markt steigt auf 3,3 Mrd. Euro

19.07.2018

Mehr als drei Mrd. Euro gingen 2017 für Produkte aus dem Bereich DIY über die virtuelle Ladentheke, ist dem neuen "Branchenreport Onlinehandel im DIY-Markt" vom IFH Köln und Klaus Peter Teipel Research & Consulting zu entnehmen. Das entspricht einem Onlinemarktanteil von 2,2 Prozent. Werde das Gesamtmarktvolumen um die Größenordnung, die bei der Distribution der Produkte auf das Handwerk entfallen, reduziert, und nehme man das übrig gebliebene Handelsvolumen als Referenzwert, ergebe sich ein Onlineanteil von 5,7 Prozent."Inzwischen ist die Auswahl im Internet ins scheinbar Unermessliche gestiegen: Selbst Mauer- und Pflastersteine sind online käuflich zu erwerben. Bei einzelnen Produkten oder Warengruppen sind nur Einbußen bezüglich der Lieferzeit - diese kann durchaus schon mal drei bis vier Wochen dauern - hinzunehmen. Auch wenn der Reifegrad in puncto Online im DIY-Markt im Vergleich zu anderen Branchen noch gering ist, ist davon auszugehen, dass die Bedeutung des Onlinehandels für DIY-Produkte künftig weiter zunehmen wird", so Christian Lerch, Senior Consultant am IFH Köln. Entwicklungskorridor bis 2021 Die im Rahmen des Branchenreports diesbezüglich durchgeführten Szenarien definieren hierfür einen Entwicklungskorridor bis zum Jahr 2021. Demnach bewegt sich der Onlineumsatz mit DIY-Sortimenten in drei Jahren zwischen 4,5 und 5,5 Mrd. Euro. Auf Basis der derzeitigen Rahmenbedingungen und der Annahme, dass die Wachstumsraten im Onlinehandel in den kommenden Jahren langsam abnehmen, gleichzeitig aber Kanalvernetzung und Selbstverständlichkeit von Online-Shopping zunehmen, rechnen die Marktforscher für 2018 mit einem Onlinemarktvolumen in Höhe von 4,8 Mrd. Euro. Dies entspräche einem Marktanteil von 3,0 bzw. 7,9 Prozent für das handelsrelevante Volumen (ohne Handwerk). Garten- und Balkonmöbel sind Kassenschlager im Netz Ein Blick auf die drei Sortimente Heimwerker, Baustoffe und Garten und ihre Warengruppen zeigt: Die handelsrelevanten Onlineanteile weisen eine enorme Bandbreite auf. So werden Baustoffe insgesamt nur selten online gekauft. Bauchemie hält beispielsweise nur knapp ein Prozent der Onlineanteile, während Produkte aus den anderen beiden Sortimenten online bereits eine deutlich höhere Relevanz haben. Das Heimwerkersortiment hält mit Artikeln wie Eisenwaren, Werkzeugen und Bodenbelägen durchschnittlich 6,7 Prozent der Onlineanteile in der DIY-Branche. Das Gartensortiment folgt an zweiter Stelle - die Kassenschlager innerhalb des Sortiments sind Garten- und Balkonmöbel mit einem Onlineanteil von knapp 19 Prozent. 
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