Umsatzrückgänge

Leifheit beruft Vorstandsvorsitzenden ab

Der Aufsichtsrat der Leifheit AG hat gestern den Vorstandsvorsitzenden Thomas Radke mit sofortiger Wirkung abberufen und freigestellt. [Bild: Leifheit]Bildunterschrift anzeigen
Der Aufsichtsrat der Leifheit AG hat gestern den Vorstandsvorsitzenden Thomas Radke mit sofortiger Wirkung abberufen und freigestellt. [Bild: Leifheit]

Der Aufsichtsrat der Leifheit AG hat gestern, am 15. Oktober 2018, den Vorstandsvorsitzenden Thomas Radke mit sofortiger Wirkung abberufen und freigestellt, wie das Unternehmen mitteilt. Ursprünglich wäre Radkes Amtszeit bis Ende 2019 gelaufen.
Über die Bestellung eines Nachfolgers wird der Aufsichtsrat laut Unternehmensangaben voraussichtlich noch im Verlauf dieses Jahres gesondert Beschluss fassen. Die Aufgaben von Radke übernehmen bis dahin interimistisch Ivo Huhmann, Finanzvorstand (CFO), und ab 1. November 2018 gemeinsam mit Igor Iraeta Munduate, ab dann Mitglied des Vorstands (COO).
"Die Amtszeit von Herrn Radke ist mit der Strategie ,Leifheit 2020' verknüpft. Im Zuge der Umsetzung dieser Strategie haben wir anfangs am Markt Erfolge erzielen können. Zuletzt aber blieb der Erfolg aus, infolgedessen wir einen Vertrauensverlust bei Aktionären und Geschäftspartnern hinnehmen mussten", sagt Helmut Zahn, Vorsitzender des Aufsichtsrats. Mit der jetzigen Entscheidung wolle man an die anfänglichen Erfolge anknüpfen, so Zahn.
Thomas Radke war seit 1. Januar 2014 Vorstandsvorsitzender der Leifheit AG. Nach Erarbeitung und Vorstellung der Strategie "Leifheit 2020" hat sich der Umsatz des Unternehmens in den Jahren 2015 und 2016 um fünf Prozent bzw. um zwei Prozent auf 237,1 Mio. Euro erhöht. Zuletzt erzielte Leifheit im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 236,8 Mio. Euro.
Die Abberufung von Radke werde im laufenden Geschäftsjahr zu Rückstellungen für Personalaufwendungen führen, die das Ergebnis beeinträchtigen, so Leifheit. Der Effekt werde weiter durch zuletzt unbefriedigende Umsätze und andere Sondereffekte verstärkt und schmälere das erwartete operative Ergebnis. Der Konzern prognostiziere nun ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das Geschäftsjahr 2018 von etwa 13 Mio. bis 14 Mio. Euro. Bislang war ein EBIT von etwa 16 Mio. bis 17 Mio. Euro erwartet worden.
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