Umfrage

Fast die Hälfte der Älteren sind offen für technische Assistenzsysteme

Die Johanniter haben Menschen ab 45 Jahren zu deren Einstellung zu Assistenzsystemen im Alter gefragt.
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Die Johanniter haben Menschen ab 45 Jahren zu deren Einstellung zu Assistenzsystemen im Alter gefragt.

Für mehr Selbstbestimmung im Alter würde jeder Zweite auf technische Assistenzsysteme setzen: 47 Prozent der Teilnehmenden einer Forsa-Umfrage würden im Fall von Pflegebedürftigkeit in den eigenen vier Wänden mit Unterstützung durch Smart-Home-Systeme in Kombination mit einem Hausnotrufsystem für Notfälle leben wollen. Im Auftrag der Johanniter hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.006 Personen über 45 Jahren im Rahmen einer onlinerepräsentativen Studie zum Thema "Einsamkeit im Alter" befragt. Besonders für jüngere Befragte ab 45 Jahren sind technische Lösungen denkbar, um auch später selbstbestimmt zu leben und soziale Kontakte aufrecht zu halten: Mit 55 Prozent Zustimmung zeigen sie sich noch offener als die Gruppe der heute Über-65-Jährigen mit 40 Prozent.Bei jüngeren Zielgruppen unter 45 ist von einer noch höheren Affinität zu technischen Assistenzsystemen im Alter auszugehen. "Junge Menschen wachsen mit digitalen Hilfsmitteln, Smartphones und Apps auf - auf diese Technik werden sie auch bei Pflegebedürftigkeit und im hohen Alter nicht verzichten wollen", sagt Michael Weber, Bereichsleiter Soziale Dienste. "Wir fordern deshalb für die Zukunft weiterhin hohe Investitionen in die Erforschung von technischen Assistenzsystemen, die ein längeres selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden fördern." Technische Assistenzsysteme sind zurzeit jedoch aufgrund ihrer hohen Forschungs- und Entwicklungskosten noch sehr teuer. Sie müssen für die Zielgruppe der älteren Menschen finanzierbar sein. "Eine Aufnahme geeigneter technischer Assistenzsysteme in den Pflegehilfsmittelkatalog oder eine andere Form der Refinanzierung wäre deshalb zukunftsfähig und wünschenswert", so Weber. Damit technische Assistenzsysteme reibungslos funktionieren, ist die bundesweit zuverlässige Bereitstellung von Internet-Breitbandanschlüssen Voraussetzung - auch in ländlichen Regionen. "Besonders in Gegenden, in denen die Dichte der ärztlichen Versorgung geringer ist, ist schnelles Internet wichtig, zum Beispiel für die Telemedizin", erläutert Weber.
Hier geht es direkt zur kompletten Studie:https://www.johanniter.de/die-johanniter/johanniter-unfall-hilfe/juh-vor-ort/landesverband-nord/jahresthema-einsamkeit/forsa-umfrage/
Ältere Menschen sind gegenüber den unterschiedlichsten Kommunikationsformen sehr offen.
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