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Trend zu Do-it-for-me in Europa ist 2019 eingebrochen

DIY oder DIFM? Diese Anteile hat der European Home Improvement Monitor seit 2014 gemessen.Bildunterschrift anzeigen
DIY oder DIFM? Diese Anteile hat der European Home Improvement Monitor seit 2014 gemessen.
15.04.2020

Einen unerwarteten Einbruch des Trends zum Do-it-for-me (DIFM) im Gegensatz zum Do-it-yourself hat der European Home Improvement Monitor registriert. In der Erhebung vom vierten Quartal 2019 ist der DIFM-Anteil auf 34,8 Prozent abgesackt, während im Gegenzug der DIY-Anteil an Home-Improvement-Projekten auf 65,2 Prozent gestiegen ist. Im Jahr zuvor war das Verhältnis DIFM zu DIY noch 37,5 Prozent DIFM zu 62,5 Prozent aufgeteilt. Der jetzt gemessene Stand entspricht dem des Jahres 2015.
Die USP Marketing Consultancy, die den Monitor in elf Ländern Europas betreibt, erwartet allerdings, dass der bisherige Trend hin zu mehr DIFM-Projekten auf lange Sicht anhält. Den jüngsten Einbruch erklärt sie damit, dass wegen des Mangels an Handwerkern die Preise für diese Leistungen gestiegen sind. Außerdem hätten es die Baumärkte verstanden, die jüngere Generation, deren DIY-Fähigkeiten in den vergangenen Jahren immer schlechter wurden, zu Home-Improvement-Projekten in Eigenarbeit zu motivieren und zu befähigen. Dass diese Generation öfter umziehe und gleichzeitig weniger Geld zur Verfügung habe, bestärke diese Tendenz. Langfristig wirke sich allerdings positiv auf den DIFM-Trend aus, dass Baumärkte mehr und mehr Montageservices anböten.
Die Marktforscher geben auch zu bedenken, dass es sich bei den veröffentlichten Zahlen um einen Durchschnittswert auf europäischer Ebene handelt. In den einzelnen Ländern sieht die Lage oft anders aus. So werden beispielsweise in Frankreich 75 Prozent der Projekte in Eigenarbeit erledigt, während das in Italien und Spanien nur in rund zur Hälfte der Fall ist.
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