Jährlich 25 Mrd. Euro

DUH fordert Langfrist-Strategie für Gebäudesektor

Dämmen hilft dem Klimaschutz - die DUH fordert deutlich mehr Engagement der Bundesregierung. Foto: Pixabay/MonikaPBildunterschrift anzeigen
Dämmen hilft dem Klimaschutz - die DUH fordert deutlich mehr Engagement der Bundesregierung. Foto: Pixabay/MonikaP
25.05.2020

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert den Entwurf der Bundesregierung zur "Langfristigen Renovierungsstrategie für Deutschland" als unzureichend. Das Papier muss im Rahmen der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) erstellt werden. Es soll einen Fahrplan darlegen, wie die langfristigen Klimaziele erreicht werden und die Bestandsgebäude möglichst kosteneffizient saniert werden können. Die Langfrist-Strategie sollte außerdem Meilensteine für die Jahre 2030, 2040 und 2050 enthalten.
In dem Entwurf sei eine langfristige Strategie nicht zu erkennen, kritisiert die Umweltorganisation. "Das Papier ist eine ideenlose Aufzählung bestehender Instrumente, die nicht ausreichen, um die Klimaziele zu erreichen. Wir wissen bereits, dass weder das Gebäudeenergiegesetz noch das Klimapaket mit seinen bestehenden Förderprogrammen genügen, um die Klimaziele im Gebäudesektor für 2030 zu erreichen. Es ist fatal, dass die Überprüfung der geltenden energetischen Standards auf 2023 verschoben wurde", kommentiert Barbara Metz, stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH, den Entwurf.
Es sei vollkommen unverständlich, dass die immensen Potenziale des Gebäudesektors für den Klimaschutz und die deutsche Konjunktur im Zuge der Corona-Krise nicht genutzt würden. Nach Auffassung der DUH sorgt die Schaffung eines klimaneutralen Gebäudebestandes für 300.000 bis 500.000 Arbeitsplätze. Dafür müssten jedoch jährlich bis zu 25 Mrd. Euro für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors investiert und der Zugang zur Förderung vereinfacht werden.
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