Lebkuchen-Schicksal

Der Trend geht vom Weihnachts- zum Adventsbaum

Ein Bild, das auch die Freiflächen der Baumärkte und Gartencenter künftig wohl früher im Jahr prägen wird: Der Verkaufsstart von Weihnachtsbäumen wandert immer weiter nach vorne im Kalender.Bildunterschrift anzeigen
Ein Bild, das auch die Freiflächen der Baumärkte und Gartencenter künftig wohl früher im Jahr prägen wird: Der Verkaufsstart von Weihnachtsbäumen wandert immer weiter nach vorne im Kalender.

Heute in drei Monaten kommt das Christkind – Anlass genug für den Verband natürlicher Weihnachtsbaum, auf einen Trend hinzuweisen, den der Lebkuchen schon lange hinter sich hat: Der Weihnachtsbaum wird immer früher gekauft und hat das Zeug zum Adventsbaum.

Kauften die Deutschen ihren Weihnachtsbaum einst traditionell in der Woche vor Heiligabend, rückt der Kauf seit Jahren immer weiter nach vorne im Kalender. Vor etwa zehn Jahren war es der Nikolaustag, also der 6. Dezember, der einen willkommenen Anlass dazu bildete. „Heute erwacht die Nachfrage bereits in den Tagen vor dem ersten Advent“, berichtet der Verbandsvorsitzende Benedikt Schneebecke.

Die Nachfrage erwacht bereits vor dem ersten Advent
Benedikt Schneebecke, Verband natürlicher Weihnachtsbaum

Der Verband nennt mehrere Gründe für die ausgeweitete Nutzung. Einer liegt in der längeren Haltbarkeit bestimmter Baumarten, speziell in der Robustheit der vor gut 20 Jahren eingeführten Nordmanntanne. Zweitens wirkt sich die aus den USA kommende Mode aus, früh auch den Außenbereich mit einem zweiten Baum zu dekorieren.

Als dritter Grund macht sich eine Tendenz in Familien mit Kindern bemerkbar: Sie verwenden den Baum als Adventskalender. Die Branche der Weihnachtsbaumerzeuger hat darauf reagiert und bietet ergänzende „Kinderzimmerbäume“ an: weniger groß, dafür auf ein sicheres Holzgestell vormontiert. Und schließlich entschärft ein frühzeitiger Kauf den Weihnachtsstress.

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