Online mehr als verdreifacht

Gartenmarkt wächst insgesamt um 10,2 Prozent

Über dem Gartenteschäft schien im vergangenen Jahr die Umsatzsonne.Bildunterschrift anzeigen
Über dem Gartenteschäft schien im vergangenen Jahr die Umsatzsonne.
12.02.2021

Der deutsche Gartenmarkt ist im Jahr 2020 um 10,2 Prozent auf ein Gesamtmarktvolumen von 20,88 Mrd. Euro (zu Endverbraucherpreisen) gewachsen. In absoluten Zahlen ist das ein Plus gegenüber 2019 von über 1,9 Mrd. Euro. Diese Hochrechnung hat das IFH Köln veröffentlicht. Nach Einschätzung der Markforscher führten unter anderem ausgefallene Urlaubsreisen und wenig alternative Ausgabemöglichkeiten zu deutlich höheren Umsätzen in den Bereichen Do-It-Yourself und Garten. Außerdem gab es 2020 eine sehr moderate Preissteigerungsrate.

Alle Warengruppen entwickelten sich durchweg positiv. Dabei erreicht das etwas kleinere Segment der Gartenhartwaren ein Wachstum in Höhe von 16,8 Prozent. Spitzenreiter in diesem Segment ist dabei mit einem Plus von mehr als 20 Prozent der Bereich „Sonstige Gartenausstattung, Holz im Garten, Wasser im Garten“, in dem insbesondere die Nachfrage nach Produkten aus dem Segment Holz im Garten, also beispielsweise Zäune, Sichtschutz, Gartenhäuser, Carports, Terrassenholzböden oder Spielgeräte, anstieg.

Bei der Analyse der Vertriebswege sticht ein weiteres Mal der Online-Handel hervor: Er hat seine Umsätze mehr als verdreifacht. Denn während das absolute Wachstum in den vergangenen Jahren jeweils rund 100 Mio. Euro jährlich betrug, waren es 2020 rund 350 Mio. Euro – bei weiter steigender Tendenz.

Garten profitiert vom Cocooning
Christian Lerch, Senior Consultant am IFH Köln

„Vom sogenannten Cocooning, der Fokussierung auf das eigene Heim, konnte der gesamte Gartenbereich profitieren“, resümiert Christian Lerch, Senior Consultant am IFH Köln. „Der generell zu beobachtende Onlineshift im vergangenen Jahr sorgte auch bei Gartenartikeln für ein sprunghaftes Plus dieses Vertriebswegs. Aber auch die stationären Formate konnten überwiegend, immer auch vor dem Hintergrund des angebotenen Sortiments, größtenteils deutlich zulegen.“ Das IFH Köln erhebt Daten zum Gartenmarkt in Zusammenarbeit mit dem Industrieverband Garten (IVG).

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